Der Vorfall trifft eine wichtige US-Einheit von Coca-Cola. Fairlife betreibt in den Vereinigten Staaten Werke in Michigan, New York und Arizona. Das Unternehmen erklärte in einer Einreichung, die Kompromittierung sei am Donnerstag entdeckt worden; wie weitreichend der Angriff ist, werde noch untersucht.

Coca-Cola betonte zugleich, dass Produktqualität und Produktsicherheit nicht beeinträchtigt seien. Auch die kanadischen Aktivitäten von Fairlife seien von dem Vorfall nicht betroffen. Weitere technische Details nannte der Konzern nicht.

Nach Unternehmensangaben läuft eine interne Untersuchung, außerdem wurden die Strafverfolgungsbehörden informiert. Offen blieb, welche Ransomware-Gruppe hinter dem Angriff stehen soll. Ebenso kündigte Coca-Cola keine Verletzung von Unternehmens- oder Kundendaten an.

Fairlife geht auf das Jahr 1994 zurück, die Marke Fairlife wurde 2015 landesweit eingeführt. Coca-Cola übernahm das Unternehmen 2020 vollständig. 2022 überschritt Fairlife die Marke von 1 Milliarde US-Dollar jährlichem Einzelhandelsumsatz.

Der Fall reiht sich in weitere Cybervorfälle der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein. Der japanische Brauer Sapporo meldete Ende Juni unbefugten Zugriff auf die Netzwerke von zwei Tochtergesellschaften. In derselben Branche sorgte in dieser Woche ein Angriff auf Japans größtes Unternehmen für Kühllogistik für Störungen in Restaurants von Kentucky Fried Chicken.

Auch russische Molkereiunternehmen waren zuletzt von Einbrüchen betroffen. Zudem meldete der Lebensmittelgroßhändler United Natural Foods im Sommer 2025 einen Cyberangriff. Südafrikas größter Hühnerproduzent teilte mit, ein Cybervorfall habe den Betrieb früher in jenem Jahr gestört.