Auf der Sicherheitsseite enthalten beide Updates die Patches des März-Patchdays 2026. Daneben weist Microsoft auf mehrere systemnahe Verbesserungen hin: Das Update bringe zusätzliche, als zuverlässig eingestufte Daten zur Geräteerkennung mit und erhöhe so die Zahl der Geräte, die automatisch neue Secure-Boot-Zertifikate erhalten. Die Installation dieser Zertifikate steuert Microsoft selbst. Außerdem wurde ein Fehler behoben, der die Zuverlässigkeit der Suche im Datei-Explorer über mehrere Laufwerke oder “Dieser PC” verbessert. Auch die Behandlung von COM-Objekten durch Windows Defender Application Control (WDAC) wurde überarbeitet, sodass nun Auflistungsrichtlinien möglich sind.

Eine der auffälligsten Neuerungen ist die native Integration von System Monitor (Sysmon) in Windows. Sysmon erfasst Systemereignisse zur Bedrohungserkennung und lässt sich über eigene Konfigurationsdateien filtern; die erfassten Ereignisse landen im Windows-Ereignisprotokoll, wo Sicherheitswerkzeuge und andere Anwendungen darauf zugreifen können. Die eingebaute Variante ist standardmäßig deaktiviert und muss erst aktiviert werden – entweder über Einstellungen > System > Optionale Features > Weitere Windows-Features oder per Befehl “Dism /Online /Enable-Feature /FeatureName:Sysmon”, gefolgt von “sysmon -i”. Wer Sysmon bereits aus den Sysinternals installiert hat, muss diese Version vor der Aktivierung der integrierten Variante deinstallieren.

Quick Machine Recovery (QMR) schaltet sich künftig automatisch auf Windows-Professional-Geräten ein, die weder einer Domäne beigetreten noch in eine Endpunktverwaltung eingebunden sind; sie erhalten damit dieselben Wiederherstellungsfunktionen wie Windows-Home-Nutzer. Auf domänengebundenen oder unternehmensverwalteten Geräten bleibt QMR deaktiviert, sofern es die Organisation nicht aktiviert. Ergänzt wird die erstmalige Wiederherstellung beim Anmelden als Teil von Windows Backup für Organisationen, die Benutzereinstellungen und Microsoft-Store-Apps unter anderem auf Microsoft-Entra-Hybridgeräten und Cloud-PCs automatisch zurückspielt.

Hinzu kommen mehrere Komfortfunktionen: ein integrierter Netzwerk-Geschwindigkeitstest, der sich aus den Schnelleinstellungen für WLAN und Mobilfunk oder über das Netzwerksymbol in der Taskleiste starten lässt und im Standardbrowser öffnet, sowie die Steuerung von Schwenken und Neigen unterstützter Kameras in der Einstellungs-App. Die Emoji-16.0-Auswahl ergänzt das Emoji-Panel, WebP-Bilder lassen sich als Desktop-Hintergrund festlegen, und die Remote Server Administration Tools (RSAT) werden nun auch auf Windows-11-Arm64-Geräten unterstützt.

Weitere Verbesserungen betreffen die Suche in der Taskleiste mit Trefferzahlen in Gruppenüberschriften und einer Vorschaufunktion, die Leistung des Druckdienstes spoolsv.exe bei großen Druckaufträgen, das Aufwachen des PCs aus dem Energiesparmodus, das Nearby Sharing größerer Dateien sowie diverse Detailanpassungen im Datei-Explorer, in den Speichereinstellungen und an der Anmeldeoberfläche.