Im Mittelpunkt des Chrome-150-Updates stehen sieben behobene Speicherfehler. Besonders schwer wiegen drei kritische Use-after-free-Schwachstellen, die die Chrome-Komponenten CameraCapture, GPU und Network betreffen. Google gibt an, diese drei Lücken selbst entdeckt zu haben.
Daneben schließt das Update drei weitere Use-after-free-Probleme mit hohem Schweregrad in Cast, Ozone und Aura. Auch diese Schwachstellen wurden laut Google intern gefunden. Zusammen mit den drei kritischen Fehlern ergibt das sechs behobene Use-after-free-Lücken in dieser Update-Runde.
Der siebte behobene Fehler steckt in der JavaScript-Engine V8. Dabei handelt es sich um eine Out-of-bounds-Lese- und Schreibschwachstelle, die laut Google von OpenAI Codex Security identifiziert wurde. Über die Höhe einer Prämie für diesen Fund hat Google nach eigenen Angaben noch nicht entschieden.
Google erwähnt nicht, dass eine der nun geschlossenen Schwachstellen bereits bei Angriffen ausgenutzt wurde. Der Hersteller verweist jedoch darauf, dass Angreifer Speicherfehler in Chrome in der Vergangenheit ins Visier genommen haben. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich die Aktualisierung auf die neue Browserversion.
Seit Jahren arbeitet Google daran, die Ausnutzung von Speicherfehlern in Chrome zu erschweren. Dazu gehört nach Angaben des Unternehmens auch der Umstieg auf speichersichere Programmiersprachen wie Rust.
Wie umfangreich diese Arbeit ausfällt, zeigen die Zahlen seit April: In diesem Zeitraum hat Google nach eigenen Angaben mehr als 1.400 Chrome-Schwachstellen gepatcht, darunter Hunderte Speicherfehler. Die meisten davon wurden laut dem Unternehmen von Google selbst entdeckt, wahrscheinlich unter Einsatz von KI.
Die aktuelle Version wird jetzt verteilt: Für Windows und macOS erscheint Chrome 150 als 150.0.7871.128/.129, für Linux als 150.0.7871.128.
