Nach Angaben von Microsoft können Organisationen auf WSUS-Servern längere Synchronisationszeiten oder Zeitüberschreitungen bei Synchronisationsvorgängen beobachten. Wie das Unternehmen in einer Aktualisierung des Windows-Gesundheitsdashboards mitteilte, habe das Problem in den vergangenen Tagen begonnen; eine stärkere Auswirkung sei ab dem 13. Juli 2026 beobachtet worden.
Die Störung betrifft den Kernmechanismus von WSUS: den regelmäßigen Abgleich mit Microsoft Update, über den die Metadaten für verfügbare Windows-Aktualisierungen geladen werden. Fällt diese Synchronisierung aus, können Administratoren die neuesten Windows-Updates nicht mehr über WSUS oder den Configuration Manager bereitstellen.
Microsoft zufolge sind sowohl Client- als auch Server-Versionen betroffen. Genannt werden Windows 10 ab Version 1607 sowie Windows Server ab 2012. Damit erstreckt sich die Störung über einen breiten Bestand an Systemen, die in Unternehmensumgebungen typischerweise über WSUS verwaltet werden.
Am Samstag hat Microsoft nach eigenen Angaben Gegenmaßnahmen ausgerollt, damit Synchronisationszeiten und Vorgangsfehler neu installierte oder neu aufgebaute WSUS-Server nicht mehr beeinträchtigen. Für diese neuen Installationen und Rebuilds seien Synchronisationszeiten und Synchronisationsvorgänge wiederhergestellt und arbeiteten normal.
Für bereits zuvor betroffene WSUS-Server ist die Arbeit an einer vollständigen Abhilfe dagegen noch nicht abgeschlossen. Microsoft entwickelt laut eigener Aussage zusätzliche Maßnahmen für Umgebungen, in denen die Synchronisationsprobleme weiterhin auftreten. Ziel sei es, Kunden dabei zu helfen, die betroffenen Metadaten sicher aus ihren Umgebungen zu entfernen.
Es ist nicht das erste Mal, dass WSUS durch ähnliche Probleme auffällt. Vor einem Jahr im Mai behob Microsoft bereits eine vergleichbare Störung, nachdem Unternehmenskunden von WSUS-Fehlern beim Aktualisieren von Windows-11-Systemen der Versionen 22H2 und 23H2 berichtet hatten.
Ein weiteres WSUS-Problem beseitigte Microsoft im Juli 2025. Damals konnten Organisationen nicht mit Microsoft Update synchronisieren, um die neuesten Windows-Updates bereitzustellen. Einen Monat später löste das Unternehmen noch ein weiteres Problem, das die Auslieferung des Sicherheitsupdates vom August 2025 über Windows Server Update Services blockierte.
