Microsoft hat die Ursache des Problems auf eine Änderung zurückgeführt, die mit dem Vorschau-Update KB5095093 vom Juni 2026 eingeführt wurde. Diese Änderung löst einen Konflikt zwischen der neuen Windows-USB-C-Connection-Manager-Schnittstelle und dem Intel Innovation Platform Framework Processor Participant aus, einem systemnahen Hardwaretreiber für Energieverwaltung und Thermik.

Auf betroffenen Geräten zeigt Windows deshalb im Geräte-Manager ein gelbes Ausrufezeichen neben dem Processor-Participant-Treiber an. Microsoft erklärte, dass eine begrenzte Zahl von Dell-Geräten nach Installation des Windows-Vorschau-Updates KB5095093 dieses Warnsymbol anzeigen könne. In der Folge könnten unerwartete Abschaltungen, schwache Leistung, erhöhte Wärmeentwicklung und Akkuentladung auftreten.

Nach Angaben von Microsoft wurde das Problem von Dell während Tests gemeldet. Das Unternehmen beschrieb den Fehler als Inkompatibilität zwischen dem Intel-Treiber und der neuen Windows-USB-C-Connection-Manager-Schnittstelle, die mit dem Vorschau-Update KB5095093 eingeführt wurde.

Um die Auswirkungen zu begrenzen, hatte Microsoft die Auslieferung des Juli-2026-Sicherheitsupdates KB5101650 für betroffene Dell-Systeme vorübergehend gestoppt. Drei Tage nach der öffentlichen Bestätigung des bekannten Problems veröffentlichte das Unternehmen am Samstag zwei Notfall-Updates: KB5121767 für Dell-PCs mit Windows 11 25H2 und 24H2 sowie KB5121768 für Windows 11 Enterprise LTSC 2024.

Microsoft beschreibt die Korrektur so: Das Update behebe ein Problem auf einer begrenzten Zahl von Geräten mit einem Intel-Innovation-Platform-Framework-Treiber, das nach Installation jüngster Windows-Updates Änderungen bei Leistung, Stromverbrauch oder Systemverhalten verursachen könne. Geräte, die wegen des Problems zeitweise vom Erhalt von KB5101650 ausgeschlossen waren, können das OOB-Update nun installieren.

Microsoft betont zugleich, dass dieses OOB-Update nur für betroffene Geräte empfohlen wird. Wenn ein System nicht betroffen ist, sei keine Maßnahme erforderlich. Für Geräte, die über Windows Autopatch verwaltet werden und bei denen Hotpatch-Updates aktiviert sind, wird das Notfall-Update automatisch verteilt. IT-Administratoren, die Microsoft Intune einsetzen, können die Bereitstellung laut Microsoft anhand der dafür bereitgestellten Anleitung beschleunigen.

Auch Nutzer, die das Sicherheitsupdate vom Juli 2026 noch nicht installiert haben, müssen ihre Geräte laut Microsoft neu starten.