Neo positioniert seine Plattform als zentrale Kontrollebene für Software in Unternehmen, die zunehmend um KI-Funktionen erweitert wird. Nach Angaben des Unternehmens erfasst die Lösung fortlaufend aktive Elemente in der Umgebung, darunter Agenten, Modelle, Erweiterungen und MCP-Server. Diese Bestandsaufnahme soll Sicherheitsteams einen laufenden Überblick über die tatsächlich eingesetzte Software verschaffen.

Darüber hinaus analysiert die Plattform die erkannten Komponenten auf zu weitreichende Berechtigungen und auf Konfigurationsschwachstellen. Zu den Funktionen gehört auch eine Echtzeit-Zuordnung einzelner Softwareaktionen zu ihrem Ursprung. So sollen sich Aktionen direkt auf einen menschlichen Nutzer, einen automatisierten Agenten oder eine konkrete Anwendungsidentität zurückführen lassen.

Neo gibt an, Richtlinien für Werkzeugaufrufe, Datenbewegungen, agentische Arbeitsabläufe und API-Zugriffe nativ und granulär durchsetzen zu können. Sicherheitsteams sollen damit unautorisierte Aktivitäten einschränken oder verdächtige Vorgänge für eine manuelle Überprüfung anhalten können.

Gegründet wurde Neo von Nick Warner, Shlomi Salem und Eran Shirazi. Warner ist Vorstandschef des Unternehmens und war zuvor in Führungspositionen bei SentinelOne als Präsident und COO sowie bei Cylance, McAfee und Forepoint tätig. Salem, Produktchef bei Neo, leitete zuvor die Detection-Engineering-Arbeit bei SentinelOne. Shirazi, Technikchef des Unternehmens, war Mitgründer des auf Kundenerlebnis spezialisierten Unternehmens EasySend.

Warner beschreibt den Markttrend so: „KI-Agenten und agentische Fähigkeiten werden in Browser, Entwicklerwerkzeuge, SaaS-Plattformen und klassische Anwendungen eingebettet. Dadurch erhält Software die Fähigkeit, mit gültigen Nutzerberechtigungen zu schlussfolgern, zu handeln, Werkzeuge aufzurufen und sich durch Arbeitsabläufe zu bewegen.“ Neo liefere Unternehmen dafür die benötigte Kontrollebene in Echtzeit, um zu verstehen, was agentische Software tun könne, ihr Verhalten zu steuern und ihre Einführung abzusichern, ohne das Geschäft zu verlangsamen.

Die Finanzierung über insgesamt 100 Millionen US-Dollar verteilt sich laut dem Quelltext auf Seed- und Series-A-Runden. Zu den Investoren zählen Andreessen Horowitz, Bessemer Venture Partners, Craft Ventures und Merlin Ventures. Mit dem Geld will Neo seine Engineering-Teams und seine Marktbearbeitung ausbauen.