Nach Angaben von Microsoft betrifft das bekannte Problem WSUS-Server, auf denen sich Veröffentlichungsmetadaten angesammelt haben. Die Folge sind längere Synchronisationszeiten oder Zeitüberschreitungen bei der Synchronisation. Dadurch scheitert die Verteilung aktueller Windows-Updates über WSUS oder Configuration Manager.
Für neu installierte oder neu aufgebaute WSUS-Server hatte Microsoft bereits am Samstag eine serverseitige Gegenmaßnahme ausgerollt. Diese Reaktion erfolgte laut Unternehmen nach einer verschärften Auswirkung, die seit einer Woche beobachtet worden sei. Microsoft erklärte, Synchronisationszeiten und Synchronisationsvorgänge auf WSUS-Servern seien für neue WSUS-Installationen und Neuaufbauten wiederhergestellt und arbeiteten wieder normal.
Für Organisationen mit bestehenden WSUS-Installationen, die weiterhin unter langen Synchronisationszeiten leiden, empfiehlt Microsoft nun manuelle Schritte. In einem Update im Windows-Release-Health-Dashboard schreibt das Unternehmen, diese Installationen könnten von Maßnahmen profitieren, mit denen nicht mehr benötigte Metadaten bereinigt werden. Diese Metadaten seien in bestehenden WSUS-Installationen vorhanden, könnten aber gefahrlos entfernt werden.
Konkret sollen Administratoren zunächst jede SUSDB-Datenbank sichern. Anschließend ist über SQL Management Studio eine Bereinigungsabfrage gegen alle SUSDB-Datenbanken auszuführen, einschließlich der WSUS-Replikate. Danach muss der Wert MaxXMLPerRequest auf seine Standardeinstellung zurückgesetzt werden.
Microsoft weist darauf hin, dass der erste Windows-Update-Scan nach der Bereinigung länger als gewöhnlich dauern kann. Nachfolgende Scans sollen jedoch wieder normale Laufzeiten erreichen.
Zusätzlich nennt Microsoft weitere Nacharbeiten: Nach der Bereinigung soll die SUSDB neu indiziert werden. Danach empfiehlt das Unternehmen, den WSUS Server Cleanup Wizard auszuführen und anschließend IISReset zu starten oder den Anwendungspool WsusPool neu zu initialisieren, um den zwischengespeicherten Katalogzustand zu leeren.
Eine weitere Beobachtung betrifft die clientseitige Datenbank DataStore.edb. Laut Microsoft verkleinert sie sich nach dem Entfernen der sogenannten Detectoids nicht automatisch. Das sei zu erwarten und beeinträchtige die Scan-Leistung nicht.
Microsoft verweist außerdem darauf, bereits in May 2025, July 2025 und August 2025 ähnliche WSUS-Probleme behoben zu haben, die Administratoren daran hinderten, die neuesten Windows-Updates bereitzustellen.
