Empirical baut sein Geschäft mit einer neuen Finanzierungsrunde aus. Das Unternehmen teilte mit, 25 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Runde aufgenommen zu haben. Einschließlich früherer Finanzierungen kommt das Start-up damit auf insgesamt 37 Millionen US-Dollar.

Laut Unternehmen wurde die Runde von Brightmind Partners angeführt. Zusätzlich beteiligten sich Costanoa Ventures, Hyde Park Angels (HPA) und weitere Investoren. Empirical wurde 2024 gegründet und hat seinen Sitz in Chicago.

Mit dem Kapital will Empirical die Entwicklung von zwei Flaggschiff-Produkten beschleunigen, die auf Bedrohungsvorhersage und -erkennung ausgerichtet sind. Dazu zählt Foundation, ein globales Cybersicherheitsmodell, das nach Angaben des Unternehmens mehr als 18.000 ausgenutzte CVEs überwacht, um Bedrohungen vorherzusagen. Das zweite Produkt, Radiant, beschreibt Empirical als eine prädiktive Engine, die für die jeweilige Umgebung einer Organisation relevante Bedrohungen identifizieren kann.

Empirical erklärt, seine prädiktiven Modelle lieferten genau jene Erkenntnisse, die Unternehmen benötigten, um Risiken im Grundrauschen zu erkennen. Die Lösungen sollen Sicherheitsteams transparente, datengestützte Einblicke geben, mit denen sich Cyberrisiken messen und steuern lassen. Das Unternehmen nennt dabei insbesondere Organisationen aus den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen.

Nach Darstellung von Empirical sind die Modelle durch KI erweitert und auf die jeweilige Umgebung einer Organisation zugeschnitten. Dadurch sollen Teams Abhilfemaßnahmen besser priorisieren können – auf Basis tiefergehender Vorhersagen, evidenzbasierter Risikoanalysen und umsetzbarer Erkenntnisse.

Gegründet wurde Empirical von CEO Ed Bellis, der zuvor Kenna Security mitgegründet hatte, CTO Michael Roytman, der bei Kenna als Chief Data Scientist tätig war, sowie Chief Data Scientist Jay Jacobs, der das Exploit Prediction Scoring System (EPSS) mitentwickelte.

Bellis erklärte, man habe bei Kenna Security dabei geholfen, die Kategorie des risikobasierten Schwachstellenmanagements mitzuprägen. Zugleich sei deutlich geworden, dass die Abwehr KI-getriebener Bedrohungen und die wachsende Zahl möglicher Exploits einen grundlegend neuen Ansatz erforderten. Heute gebe es endlich die Technologie, um Sicherheitsteams Vorhersagefähigkeiten zu geben, die zuvor nicht möglich gewesen seien – und genau für diese Zukunft habe sich das Gründungsteam zusammengefunden.