Fairlife gehört zu den Molkereimarken von Coca-Cola und verkauft in den USA ultrafiltrierte Milchprodukte, Protein-Shakes und Ernährungsgetränke. Zum Sortiment zählen Ultra-Filtered Milk, Core Power Protein Shakes und Nutrition Plan.

Coca-Cola hatte mitgeteilt, dass der Angriff den Betrieb von Fairlife gestört und zu einem Produktionsstopp an den US-Standorten geführt habe. Nach Unternehmensangaben erhielten die Angreifer unbefugten Zugriff auf einen Teil der Systeme, darunter solche mit Bezug zur Produktion. Weitere Details dazu, ob Daten entwendet wurden oder ob eine Erpressung vorlag, nannte Coca-Cola zu diesem Zeitpunkt nicht.

Am Montag nahm die Gruppe Anubis Fairlife in ihre Darknet-Seite für Datenveröffentlichungen auf und reklamierte den Angriff für sich. Die Täter behaupten, ungefähr ein Terabyte an Unternehmensdaten entwendet zu haben. Zudem drohten sie, die Daten zu veröffentlichen, falls das Unternehmen nicht bis Ende der Woche in Verhandlungen eintritt.

Nach Darstellung von Anubis erfolgte der Angriff etwa eine Woche vor der öffentlichen Bekanntgabe durch Coca-Cola. Die Gruppe erklärte außerdem, sie habe die Nutanix-Infrastruktur des Unternehmens verschlüsselt. Gegenüber BleepingComputer behauptete Anubis: „Wir haben ihre Systeme vor einer Woche angegriffen. Nur wenige Tage später meldeten sie den Vorfall sofort, ohne zu versuchen, den Anweisungen zu folgen, die wir in ihrem Netzwerk hinterlassen hatten.“

Weiter erklärte die Gruppe: „Wir haben ihre Nutanix-Systeme vollständig verschlüsselt. Ohne unseren Verschlüsselungsschlüssel haben sie keine Chance auf Wiederherstellung.“ Zudem bekräftigte Anubis die Behauptung, während des Angriffs 1 TB an Unternehmensdaten gestohlen zu haben.

BleepingComputer konnte die Angaben der Gruppe zum angeblichen Datendiebstahl, zur Verschlüsselung von Fairlife-Systemen oder zur genannten Datenmenge nicht unabhängig verifizieren. Auf Anfrage zu diesen Behauptungen lehnte Coca-Cola eine Stellungnahme ab.

Anubis ist ein Ransomware-as-a-Service-Angebot, das im Dezember 2024 aufgetaucht ist und seitdem nach Angaben des Berichts Organisationen weltweit in verschiedenen Branchen angegriffen hat. Die Operation ist dafür bekannt, Datendiebstahl mit Dateiverschlüsselung zu kombinieren und gestohlene Informationen als Druckmittel für Lösegeldforderungen einzusetzen. Im vergangenen Jahr erweiterte Anubis ihr Arsenal zudem um einen Datenlöscher, der Dateien von Opfern zerstört, um eine Wiederherstellung unmöglich zu machen.