Nach Angaben von Coca-Cola wurde die Produktion bei Fairlife durch einen Ransomware-Angriff unterbrochen. Das Unternehmen erklärte in der vergangenen Woche, dass der Betrieb des Molkereiunternehmens deshalb ausgesetzt worden sei. Wie schwerwiegend der Vorfall insgesamt ist, werde noch bewertet.

Die Ransomware-Gruppe Anubis veröffentlichte Coca-Cola und Fairlife am 20. Juli auf ihrer Leak-Webseite und übernahm dort die Verantwortung für den Angriff. Die Cyberkriminellen behaupten, Server „gesperrt“ zu haben, was laut SecurityWeek vermutlich bedeutet, dass Dateien verschlüsselt wurden. Zusätzlich will die Gruppe 1 TB „vertraulicher Daten“ aus den Systemen abgezogen haben.

Anubis droht damit, diese Daten zu veröffentlichen, sollte kein Lösegeld gezahlt werden. Die Angreifer erklärten außerdem, sie könnten dem Unternehmen helfen, seine Systeme innerhalb weniger Stunden wiederherzustellen, wenn es auf die Forderung eingeht. Für die Zahlung setzten sie Coca-Cola nach eigenen Angaben eine Frist von einer Woche.

SecurityWeek hat Coca-Cola um eine Stellungnahme gebeten. Eine Reaktion des Unternehmens wird in dem Bericht nicht genannt.

Die Gruppe Anubis ist laut dem Bericht seit Dezember 2024 aktiv und hat auf ihrer Webseite rund 100 ins Visier genommene Organisationen aufgeführt. Wie viele andere Ransomware-Gruppen arbeitet sie demnach mit doppelter Erpressung: Dateien auf kompromittierten Systemen werden verschlüsselt, zugleich werden wertvolle Daten exfiltriert, um den Druck auf die Opfer zu erhöhen.

Besondere Aufmerksamkeit in der Sicherheitsbranche erhielt Anubis dem Bericht zufolge durch eine Funktion im „Wiper-Modus“. Diese soll es den Angreifern ermöglichen, Dateien von Opfern dauerhaft zu löschen und eine Wiederherstellung zu verhindern.