Origin Energy hat einen Datenschutzvorfall bestätigt, bei dem Kundendaten kompromittiert wurden. Das Unternehmen mit Sitz in Sydney erklärte, es arbeite gemeinsam mit Bundesbehörden daran, den Vorfall zu untersuchen. Wie viele Kunden betroffen sind, sei noch unklar.

Ausgangspunkt der öffentlichen Bekanntmachung war eine erste kurze Mitteilung von Origin. Darin hatte das Unternehmen erklärt, einen möglichen Sicherheitsvorfall zu untersuchen. Anlass dafür war ein Bericht von The Australian, wonach ein mutmaßlicher Hacker eine Probe von Datensätzen verschickt haben soll, die nach dessen Darstellung aus dem Unternehmen stammen.

In einer späteren Aktualisierung bestätigte Origin dann, dass tatsächlich Kundendaten kompromittiert wurden. Nach Angaben des Unternehmens könnten dazu Kontoinformationen gehören, außerdem die letzten vier Ziffern von Kreditkartennummern und die letzten drei Ziffern von Bankkontonummern. Ebenfalls betroffen sein könnten Namen, Anschriften und Geburtsdaten.

Origin erklärte zudem, man arbeite daran, die Gesamtzahl der betroffenen Kunden zu ermitteln. Weitere Details zum Umfang des Vorfalls nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Origin-Chef Frank Calabria entschuldigte sich bei den Kunden. Er erklärte, eine der wichtigsten Prioritäten sei es, Maßnahmen zur Absicherung der Systeme zu ergreifen und sicherzustellen, dass kein weiterer unbefugter Zugriff erfolge. Außerdem arbeite Origin mit unabhängigen Cybersicherheitsexperten zusammen; diese Unterstützung laufe parallel zu den Ermittlungen der Behörden weiter.

Der Vorfall bei Australiens größtem Strom- und Gaseinzelhändler folgt auf eine weitere kürzliche Kompromittierung sensibler Daten in Australien. Partnered Health hatte bestätigt, dass bei einem Cyberangriff medizinische Daten von Patienten entwendet worden sein könnten, die mindestens 21 Kliniken besucht hatten.