GitHub kündigt eine Sicherheitsänderung an, die Uploads von Support-Bundles bei GitHub Enterprise Server betreffen kann. Ab dem 18. August 2026 werde GitHub Kommandozeilen-Uploads von älteren GHES-Appliances zurückweisen, wenn die erforderlichen Sicherheitspatches fehlen. Um Unterbrechungen bei ghe-support-bundle, ghe-cluster-support-bundle oder ghe-support-upload zu vermeiden, sollen Administratoren auf die neueste Patch-Version ihrer Versionslinie aktualisieren; als Mindeststände nennt GitHub 3.21.3, 3.20.5, 3.19.9, 3.18.12 und 3.17.18.

Im Paket-Ökosystem meldete SefeDep ein npm-Paket namens @copilot-mcp/apex, das als Postinstall-Dropper fungiert und bei npm install oder npx @copilot-mcp/apex einen macOS-Infostealer installiert. Dasselbe Schadprogramm sei auch über den Dropper @apexfdn/apex verteilt worden. Laut SefeDep entschlüsselt und startet die zweite Stufe unter macOS ein AppleScript über osascript; die Nutzlast sei ein 707 Zeilen langer Stealer aus der AMOS-Familie, der per gefälschter Systemabfrage das Anmeldekennwort abfischt und anschließend Browser-Zugangsdaten, mehr als 20 Krypto-Wallets, SSH-Schlüssel, AWS- und Kubernetes-Zugangsdaten, den Login-Keychain, Telegram und die Shell-Historie in /tmp/osalogging.zip sammelt und per segmentiertem HTTPS-PUT an die Infrastruktur der Angreifer hochlädt. Zusätzlich richtet die Malware einen LaunchAgent ein, der alle 60 Sekunden den Command-and-Control-Server abfragt.

Manifold Security entdeckte im VS-Code-Marktplatz die Erweiterung „Markdown All Pro“ mit der Kennung „markdown.markdown-all-pro“, die sich als die legitime Erweiterung „Markdown All in One“ mit mehr als 14 Millionen Downloads ausgab. Nach der Installation übermittelte sie Benutzername und Hostname des Rechners per unverschlüsseltem HTTP an eine fest kodierte IP-Adresse und lud ohne Nutzerinteraktion eine entfernte Datei auf das System. Microsoft entfernte die Erweiterung, doch sie tauchte anschließend unter dem identischen Anzeigenamen als „MarkdownLinks.markdown-links-pro“ erneut auf; auch diese zweite Erweiterung wurde inzwischen entfernt.

PyPI führt derweil eine neue Sicherheitsregel ein: Neue Dateien können nicht mehr zu Releases hochgeladen werden, die älter als 14 Tage sind. PyPI begründet das mit dem Schutz lange stabiler Versionen vor einer nachträglichen Vergiftung, falls Publishing-Token oder Workflows kompromittiert werden. Nach Angaben der Plattform sei diese Möglichkeit bislang nicht missbraucht worden, technisch habe dem jedoch nichts entgegengestanden außer fehlender Kenntnis möglicher Angreifer.

Acronis beschreibt eine neue Kampagne gegen portugiesische Nutzer, die Phishing-Mails mit vorgeblich finanziellen oder administrativen Inhalten nutzt, um die Banking-Malware Lampion zu verteilen. Die ursprünglich im Dezember 2019 öffentlich dokumentierte brasilianische Malware-Familie leite sich von ChePro ab und richte sich fortlaufend gegen Portugal und andere portugiesischsprachige Nutzer. Die erste Stufe komme als ZIP-Archiv mit stark verschleierten HTML-Dateien, die weitere Skripte von Angreifer-Infrastruktur nachladen und eine mehrstufige VBS-Infektionskette auslösen.

DoubleVerify beobachtet eine wachsende Welle von „AfterCall“-Apps auf Android. Die Anwendungen verleiten Nutzer dazu, Sonderrechte für Einblendungen zu vergeben, und zeigen dann unmittelbar nach dem Ende eines Telefonats aufdringliche Werbung an. Das Unternehmen beziffert das Ausmaß des Werbebetrugs auf Hunderte Millionen Werbeeinblendungen und erklärt, die Apps nutzten zudem Ausweichtechniken, die das Erkennen und Deinstallieren erschweren.

Huntress meldete, dass zwischen dem 21. und 22. Juli 2026 mindestens 29 Organisationen einer Malvertising-Kampagne zum Opfer fielen, die auf ein bösartiges Claude Artifact weiterleitete, das öffentlich auf der legitimen Domain Claude.ai gehostet war. Von dort gelangten Nutzer auf eine von Angreifern kontrollierte Domain und luden eine angeblich legitime Desktop-App namens ClaudeDesktop.exe herunter, die tatsächlich SectopRAT nachlud. Huntress zufolge setzte die Kampagne diverse Anti-Analyse-Techniken ein, darunter VMProtect und Prüfungen der Grafik-Hardware, um virtuelle Maschinen zu erkennen. Das öffentliche Claude Artifact wurde am 22. Juli 2026 entfernt; die Kampagne trägt den Namen FakeAgent.

Eine weitere neue Angriffsmethode heißt GhostCommit. Laut der ASSET Research Group der University of Missouri-Kansas City versteckt sie bösartige Anweisungen in einem PNG-Bild innerhalb eines Pull Requests. Wird das Bild von einem LLM-Reviewer verarbeitet, kann es den Agenten dazu bringen, .env-Dateien Byte für Byte auszulesen, in ASCII-Zahlen umzuwandeln und die Informationen später in einem unauffälligen Entwicklungsprozess weiterzuverwenden. Die Anweisungen seien ausschließlich im Bild enthalten und blieben für textbasierte Prüfer unsichtbar.

CISA hat zudem ein bereits im April 2026 veröffentlichtes Behördenpapier aktualisiert, um vor fortlaufenden, iranisch zugeordneten Cyberaktivitäten gegen internetverbundene OT-Geräte zu warnen. Die Behörde nennt neue Hinweise zum Erkennen bösartiger Änderungen an wiederverwendbaren Code-Modulen in Rockwell-Automation-PLC-Programmen und erweitert den Herstellerkreis auf Schneider Electric, Siemens und möglicherweise weitere PLC-Hersteller. Laut den beteiligten US-Behörden haben die Aktivitäten PLCs in mehreren Sektoren kritischer Infrastruktur in den USA beeinträchtigt, indem versucht wurde, schädliche Projektdateien herunterzuladen und Daten auf HMI- und SCADA-Anzeigen zu manipulieren; betroffen seien Wasser- und Abwassersysteme, Energie sowie staatliche Dienste und Einrichtungen.