Origin Energy hat bestätigt, dass es zu einem Datenleck gekommen ist. Das Unternehmen erklärte in einem Update vom 23. Juli, es habe einen unbefugten Zugriff auf „einige Kundendaten“ gegeben. Wie viele Personen tatsächlich betroffen sind, war zu diesem Zeitpunkt nach Unternehmensangaben noch Gegenstand der laufenden Untersuchung.
Laut Origin könnten bei dem Vorfall Namen, Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Kontoinformationen sowie teilweise Zahlungs- oder Bankkontonummern abgeflossen sein. Betroffene Kunden werden nach Angaben des Unternehmens kontaktiert. Zudem hat Origin externe Cybersicherheitsexperten eingeschaltet und australische Strafverfolgungs-, Cybersicherheits- und Datenschutzbehörden informiert.
Zu möglichen Auswirkungen auf den operativen Betrieb äußerte sich das Unternehmen nur indirekt: Origin erwähnte nichts dazu, dass Produktion oder kritische Abläufe beeinträchtigt worden seien. Der Fokus der bisherigen Mitteilungen liegt damit auf dem Zugriff auf Kundendaten, nicht auf Störungen im Energiegeschäft.
Zusätzlichen Druck erzeugt die Darstellung eines mutmaßlichen Angreifers. Nach einem Bericht von Australiens 7News wurde der Sender von einer Person kontaktiert, die behauptet, hinter dem Angriff zu stehen. Diese Person erklärte demnach, die Informationen von 2 Millionen Menschen entwendet zu haben, und stellte eine Veröffentlichung der Daten in Aussicht, falls Origin kein Lösegeld zahlt.
Origin Energy hat nach eigenen Angaben rund 4,8 Millionen Kunden. Sollte sich die Behauptung des mutmaßlichen Täters bestätigen, beträfe der Vorfall einen erheblichen Teil des Kundenbestands. Bestätigt hat Origin bislang jedoch nur den unbefugten Zugriff auf einen Teil der Kundendaten, nicht die vom Angreifer genannte Zahl.
Gegenüber SecurityWeek sagte ein Sprecher des Unternehmens, Origin nehme zur Kenntnis, dass es „erhebliche Medienspekulationen“ zu dem Datensicherheitsvorfall gebe, den das Unternehmen derzeit aktiv bearbeite. Zugleich betonte der Sprecher: „Unsere Untersuchung dauert an, und derzeit haben wir keine weiteren Neuigkeiten.“
