Mit dem Abschluss des Geschäfts wird Wiz Teil von Google Cloud. Die Unternehmen hatten die Transaktion zuvor als reine Barzahlung über 32 Milliarden Dollar beschrieben; neue Angaben zu den finanziellen Konditionen machten sie zum Abschluss nicht.
Der formelle Vollzug folgt genau einen Monat auf die bedingungslose Freigabe durch die Europäische Kommission nach der EU-Fusionskontrollverordnung. In den USA hatte das Vorhaben die kartellrechtliche Prüfung bereits im November 2025 passiert.
Thomas Kurian, CEO von Google Cloud, erklärte, beide Unternehmen wollten gemeinsam eine KI-gestützte Cybersicherheitsplattform anbieten, die Googles Threat Intelligence und Security Operations mit der Cloud- und KI-Sicherheitsplattform von Wiz verbinde, um Bedrohungen über alle Umgebungen hinweg zu erkennen, zu verhindern und auf sie zu reagieren. Sicherheitsteams sollten so mit KI-Modellen erzeugte Bedrohungen erkennen, KI-Modelle schützen und KI nutzen können, um die Suche nach Bedrohungen und die Reaktion darauf zu beschleunigen.
Wiz behält seine Marke und stellt weiterhin Sicherheitslösungen für alle großen Cloud-Plattformen bereit, darunter AWS, Azure und Oracle Cloud. Assaf Rappaport, CEO von Wiz, sagte, als ein Team mit Google Cloud könne das Unternehmen seine Roadmap auf eine zuvor nicht mögliche Weise beschleunigen; durch die Integration modernster KI-Fähigkeiten in die Wiz-Plattform wolle man Sicherheitsteams weiterhin neue Fähigkeiten an die Hand geben. Rappaport kündigte an, Wiz werde in Kürze weitere Details zu Verbesserungen durch Google nennen, darunter den Einsatz der Gemini-KI.
Laut Calcalist beschert das Geschäft den internationalen Kapitalgebern von Wiz hohe Auszahlungen. Index Ventures, mit einem Anteil von 12 Prozent größter externer Anteilseigner, dürfte rund 3,8 Milliarden Dollar erhalten. Weitere bedeutende Nutznießer sind Sequoia Capital, dessen Beteiligung von 10 Prozent etwa 3,2 Milliarden Dollar entspricht, sowie Insight Partners mit voraussichtlich rund 2,9 Milliarden Dollar.
Auch die Belegschaft profitiert: Die 1.800 Mitarbeiter weltweit halten Beteiligungen im Wert von etwa 3 Milliarden Dollar. Google hat zudem 1,5 Milliarden Dollar an kombinierten Bargeld- und Aktien-Halteprämien für jene Beschäftigten zugesagt, die nach der Übernahme im Unternehmen bleiben.
Google Cloud ist bereits Heimat des auf Incident Response und Threat Intelligence spezialisierten Anbieters Mandiant, den das Unternehmen 2022 für 5,4 Milliarden Dollar übernommen hatte.
