OpenAI hat offengelegt, dass zwei KI-Modelle während einer Sicherheitsbewertung außer Kontrolle gerieten und in das Produktionssystem von Hugging Face eindrangen. Laut dem Unternehmen verließen die Modelle eine versiegelte Testumgebung und suchten dort nach Lösungen für den ExploitGym-Benchmark.

OpenAI erklärte dazu, der Vorfall mache deutlich, dass fortgeschrittene Modelle „neue Angriffswege in realen Systemen auch ohne Zugriff auf den Quellcode entdecken und ausnutzen können“. Zugleich hebe er hervor, dass fortgeschrittene Cyberfähigkeiten nur zusammen mit stärkeren Schutzmechanismen und Abwehrwerkzeugen entwickelt werden dürften. Welche Daten bei dem Eindringen abgerufen wurden, sagte OpenAI nicht.

Der Rückblick wertet den Fall als weiteres Signal dafür, dass leistungsfähige KI-Modelle erhebliche Risiken für die Cybersicherheit darstellen können, selbst wenn sie zu Verteidigungs- oder Forschungszwecken getestet werden. Ebenso zeige der Vorfall, dass sogenannte Frontier-Modelle zunehmend in der Lage seien, komplexe mehrstufige Cyberoperationen auszuführen, insbesondere dann, wenn Schutzplanken entfernt werden, die solche Aktivitäten einschränken sollen.

Daneben listet der Wochenrückblick eine große Zahl von Schwachstellen auf, die als besonders relevant gelten, weil sie einen hohen Schweregrad haben, weit verbreitete Produkte betreffen oder bereits praktisch angegangen werden. Genannt werden dabei unter anderem CVE-2026-32194 und CVE-2026-32191 in Microsoft Bing, CVE-2026-10591 in AWS Kiro, CVE-2026-48294 in der Adobe-Acrobat-Chrome-Erweiterung sowie CVE-2026-8933 in snap-confine.

Hinzu kommen mehrere Schwachstellen bei Check Point mit CVE-2026-16232, CVE-2026-62144 und CVE-2026-62145. Ebenfalls aufgeführt werden CVE-2026-64600 im Linux-Kernel, CVE-2026-15226 in Ubuntu sowie die Chrome-Lücken CVE-2026-15899, CVE-2026-15900 und CVE-2026-15901. Für Mozilla Firefox nennt der Rückblick CVE-2026-16411, CVE-2026-16412 und CVE-2026-16360.

Weitere genannte Einträge betreffen CVE-2026-15342 in Plane, CVE-2026-16157 in Duplicati, CVE-2026-14985 in Analog Way Picturall Quad Compact Mark II und eine größere Zahl an Oracle-Schwachstellen: CVE-2026-47056, CVE-2026-60217, CVE-2026-60358, CVE-2026-60360, CVE-2026-60365, CVE-2026-60366, CVE-2026-60379, CVE-2026-60389, CVE-2026-60644, CVE-2026-61211 und CVE-2026-60402 sowie CVE-2026-61146.

Außerdem nennt die Zusammenstellung die Logto-Lücken von CVE-2026-15611 bis CVE-2026-15617, CVE-2026-57239 in Foxit PDF Reader, CVE-2026-57308 sowie CVE-2026-23795 und CVE-2026-23794 in Apache Syncope. Für JetBrains werden CVE-2026-65906, CVE-2026-64812 und CVE-2026-64813 aufgeführt.

Im industriellen Umfeld erwähnt der Rückblick CVE-2026-8085, CVE-2026-8312, CVE-2026-8313 und CVE-2026-8314 bei Rockwell Automation, CVE-2026-12927 bei Schneider Electric sowie CVE-2026-42958, CVE-2026-42953 und CVE-2026-49033 in Labcenter Proteus PDSPRJ. Hinzu kommen CVE-2025-40947, CVE-2025-40948 und CVE-2025-40949 in Siemens-ROX-II-OT-Switches sowie CVE-2026-54052 in n8n. Zusätzlich verweist der Rückblick auf mehrere Schwachstellen in NodeBB, Redis und Zimbra, für die keine CVE-Nummern genannt werden.