Der gesponserte Beitrag von Nudge Security beschreibt „Schatten-KI-Agenten“ als eigenes Risiko, das über bekannte Probleme mit KI-Chatbots hinausgehe. Der entscheidende Unterschied liege laut dem Anbieter darin, dass Agenten über dauerhafte Berechtigungen verfügen, mit Unternehmensanwendungen und Daten verknüpft sind und selbstständig handeln können. Wenn ein nicht verwalteter Agent Fehlfunktionen verursache, bleibe es nicht bei einer problematischen Antwort in einem Chatfenster – betroffen sei dann ein tatsächlich berührtes System.
Im Zentrum steht die Frage, wie Unternehmen solche Agenten überhaupt entdecken können. Nudge Security kritisiert, dass viele Verfahren nur das erkennen, was Hersteller agentischer Plattformen über öffentliche Programmierschnittstellen offenlegen. Dadurch bleibe ein erheblicher Teil der Schatten-Aktivität unsichtbar, weil viele Plattformen entweder gar keine Schnittstelle anbieten oder darüber keine Agentendetails bereitstellen.
Um diese Lücke zu schließen, setzt Nudge Security nach eigenen Angaben auf zwei sich ergänzende Methoden. Die API-basierte Erkennung bindet Plattformen an, die Agentendaten tatsächlich bereitstellen. Genannt werden Salesforce Agentforce, Microsoft Copilot Studio, Google Gemini, ServiceNow, n8n, Tines, ChatGPT, Abacus.AI und Workato. Von dort ziehe das System fortlaufend Angaben wie Agentenname, Ersteller, Erstellungsdatum, Status, Konfiguration und Risikohinweise.
Die zweite Methode basiert auf einer Browser-Erkennung über die Browser-Erweiterung von Nudge Security. Sie soll Plattformen abdecken, die keine API für solche Informationen bereitstellen. Dazu zählt der Anbieter Cursor Automations, OpenAI Agent Workflows, ChatGPT workspace agents, Zoom AI Workflows, Atlassian Rovo, Retool, Zapier Agents und HyperAgent. Die Erweiterung beobachte passiv, wenn Beschäftigte einen Agenten ansehen, auflisten oder erstellen, und überführe ihn dann automatisch in das Inventar. Dort würden laut Nudge Security bereits der Ersteller, verbundene Anwendungen, Berechtigungen und Risikosignale hinterlegt.
In Summe decke die Plattform derzeit mehr als 17 agentische Plattformen ab; die Liste werde auf Basis real beobachteter Kundenaktivitäten erweitert. Gerade die Werkzeuge ohne API seien kein Randphänomen, sondern häufig der Ort, an dem sich die eigentliche Schatten-KI verberge. Der Beitrag beschreibt diese Angebote als schnelle, reibungsarme Tools, die bei Technik-, Betriebs- und Produktteams beliebt seien, weil ihre Nutzung keine vorherige Abstimmung mit der IT erfordere.
Eben darin sieht Nudge Security auch das Risiko: Ein an einem Nachmittag erstellter Agent, der zunächst nur etwas Zeit sparen soll, könne dauerhaften Zugriff auf ein CRM, ein Code-Repository oder ein geteiltes Laufwerk erhalten, ohne dass jemand außerhalb der erstellenden Person davon weiß. Deshalb genüge bloße Entdeckung nicht. Laut Anbieter ist entscheidend, welche Fähigkeiten ein Agent besitzt und welche Risiken sich daraus ergeben.
Nudge Security bewirbt die eigene Plattform daher nicht nur als Inventarisierung, sondern auch als Grundlage für Governance. Sobald ein Agent im Bestand auftauche, solle das System verwertbaren Risikokontext liefern und Arbeitsabläufe für die Steuerung bereitstellen. Das Ziel beschreibt der Anbieter als proaktive Kontrolle, ohne jeden neuen Agenten einzeln nachverfolgen zu müssen und ohne die Belegschaft vor jeder Automatisierung auf eine Sicherheitsfreigabe warten zu lassen.
