Frenos hat eine Seed-Finanzierungsrunde um 1,52 Millionen US-Dollar erweitert. Nach Angaben des Unternehmens summiert sich das bislang aufgenommene Kapital damit auf 6,4 Millionen Dollar. Die Runde wurde von Momenta und Exposition Ventures angeführt, Riptide Ventures unterstützte zusätzlich.
Mit dem frischen Kapital will Frenos zwei Bereiche ausbauen: das Team für Kundenerfolg sowie die KI-Forschung und -Entwicklung. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen SAIRA Co-Work an. Dabei handelt es sich laut Frenos um einen KI-Agenten mit Schlussfolgerungsfähigkeiten, der bei komplexen Untersuchungen evidenzbasierte Einblicke liefern soll.
Das 2023 gegründete Unternehmen mit Sitz in den USA entwickelt eine autonome Plattform zur Sicherheitsbewertung von OT-Umgebungen. Ziel ist es, die Sicherheitslage von OT-Systemen kontinuierlich zu validieren. Dafür setzt Frenos auf einen digitalen Zwilling des Kundennetzwerks sowie auf SAIRA, um vollständig simulierte Penetrationstests durchzuführen.
Diese Tests sollen Angriffspfade validieren, Exploit-Ketten zusammenführen und Risiken priorisieren. Nach Darstellung von Frenos verkürzt der Ansatz den Aufwand für Bewertungen auf Minuten. Zudem habe er keine Auswirkungen auf Ausfallzeiten, benötige keine zusätzliche Hardware und kein Scanning und sei risikofrei.
Robert M. Lee, Mitgründer und CEO von Dragos sowie Mitglied des Beirats von Frenos, beschreibt den Ansatz als Abkehr von herkömmlichen OT-Sicherheitstests. „Die meisten OT-Sicherheitstests sagen heute, was verwundbar ist, aber nicht, was verteidigbar ist. Die entscheidende Frage ist, welcher Pfad einen Angreifer von einer exponierten HMI zu einem Prozess führt, den er tatsächlich stören kann, und fast niemand testet darauf“, sagte Lee.
Lee erklärte weiter, Frenos gehöre zu den wenigen Teams, die eine Plattform entwickelt hätten, die in genau diesen Kategorien denke, ohne dafür Produktionsumgebungen einem Risiko auszusetzen. „Frenos ist eines der wenigen Teams, die ich gesehen habe, die eine Plattform gebaut haben, die in diesen Zusammenhängen denkt, ohne dafür die Produktion zu gefährden. Diese Kombination ist selten, und deshalb bin ich dem Beirat beigetreten“, sagte er.
