ThreatLocker hat am Mittwoch eine Series-F-Finanzierungsrunde über 190 Millionen US-Dollar bekanntgegeben. Das Unternehmen aus Florida ist auf Sicherheitslösungen nach dem Zero-Trust-Prinzip spezialisiert. Die Finanzierungsrunde wurde von Elephant angeführt, weitere Investoren waren D. E. Shaw Ventures, Arthur Ventures und Koch Disruptive Technologies.
Mit der neuen Runde steigt das insgesamt eingeworbene Kapital auf fast 500 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte ThreatLocker 20 Millionen US-Dollar in einer Series-B-Runde, 100 Millionen US-Dollar in einer Series-C-Runde, 115 Millionen US-Dollar in einer Series-D-Runde sowie im vergangenen Jahr 60 Millionen US-Dollar in einer Series-E-Runde erhalten.
Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle sagte, ThreatLocker sei in der vorherigen Finanzierungsrunde mit 1,6 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Die jüngste Kapitalaufnahme habe diese Bewertung deutlich erhöht. Eine konkrete neue Bewertung nennt der Quelltext jedoch nicht.
Nach Angaben des Unternehmens soll das neue Kapital in Produktverbesserungen und den Ausbau des internationalen Geschäfts fließen. Den Anfang macht ein neues Büro im Vereinigten Königreich. In den vergangenen 18 Monaten hat ThreatLocker bereits Niederlassungen in Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffnet.
ThreatLocker bietet Endpunkt-, Netzwerk- und Cloud-Sicherheit auf Basis eines Zero-Trust-Ansatzes. Laut Beschreibung der Plattform blockiert die Lösung standardmäßig nicht autorisierte Software und KI-Werkzeuge. Um dateilose Angriffe und Exploits abzuwehren, beschränkt die Plattform die Aktionen freigegebener Anwendungen, begrenzt den Zugriff auf lokale und netzwerkgebundene Speicher, verwaltet Benutzerrechte und steuert den Netzwerkverkehr anhand der Anwendungsidentität.
Darüber hinaus umfasst die Plattform laut ThreatLocker richtlinienbasierte Funktionen für Endpoint Detection and Response. Diese überwachen auf Kompromittierungsindikatoren und können bei auffälligem Verhalten in Echtzeit automatisch reagieren.
ThreatLocker gibt an, dass mehr als 70.000 Organisationen weltweit seine Lösungen einsetzen. Firmenchef und Mitgründer Danny Jenkins erklärte, viele Werkzeuge der Cybersicherheit seien weiterhin darauf ausgelegt, bösartige Aktivitäten erst dann zu erkennen, wenn sie bereits in eine Umgebung eingedrungen seien und der Schaden möglicherweise schon entstanden sei. Das bessere Modell bestehe aus Sicht des Unternehmens darin, festzulegen, was erlaubt ist, und alles andere standardmäßig zu verweigern.
