Im Zentrum des Updates stehen sieben als kritisch eingestufte Fehler. Vier davon sind Use-after-free-Schwachstellen in Compositing, Views, Skia und Ozone. Dazu kommen zwei kritische Mängel wegen unzureichender Validierung nicht vertrauenswürdiger Eingaben in Dawn und ANGLE sowie eine kritische Race Condition im Updater.
Auch bei den 71 Schwachstellen mit hohem Schweregrad dominieren Speicherfehler. Mehr als ein Dutzend davon sind laut Google Use-after-free-Lücken in Navigation, V8, Loader, Views, Autofill, Input, DataTransfer, DOM, ANGLE, Audio, Updater und Media. Darüber hinaus nennt Google unter den behobenen schwerwiegenden Fehlern unter anderem ungeeignete Implementierung, unzureichende Durchsetzung von Richtlinien, unzureichende Validierung nicht vertrauenswürdiger Eingaben, Nutzung nicht initialisierter Speicherbereiche, Integer-Überläufe, Lese- und Schreibzugriffe außerhalb gültiger Speichergrenzen, Type Confusion, Umgehung von Richtlinien, Race Conditions, Probleme im Objektlebenszyklus sowie kryptografische Fehler.
Zusätzlich behebt Chrome 151 noch 170 Schwachstellen mittleren und 122 niedrigen Schweregrads. Auffällig ist dabei insbesondere ANGLE, die Open-Source-Komponente Almost Native Graphics Layer Engine, die Chrome für die gesamte Grafikdarstellung verwendet: 30 der behobenen Schwachstellen betreffen laut Google diese Komponente.
Nach Angaben des Unternehmens hat Google 349 der nun behobenen Sicherheitsprobleme selbst gefunden. Für 21 weitere Lücken nennt der Konzern externe Sicherheitsforscher als Melder. Google bezifferte die dafür ausgezahlten Bug-Bounty-Prämien auf 58.500 US-Dollar, verwies aber zugleich darauf, dass die Beträge für 13 der gemeldeten Schwachstellen noch nicht offengelegt wurden.
Mit dieser Patch-Runde hat Google seit Jahresbeginn nach eigenen Angaben mehr als 1.800 Schwachstellen in Chrome geschlossen. Die aktuelle Version wird nun für Windows und macOS als 151.0.7922.71 beziehungsweise 151.0.7922.72 verteilt. Für Linux steht sie als 151.0.7922.71 bereit.
