Cantina positioniert seine Plattform als Werkzeug für ein proaktives Schwachstellenmanagement. Unternehmen können nach Angaben des Start-ups sofort einsetzbare Agenten, individuell erstellte Agenten sowie in der Gemeinschaft bewährte Agenten nutzen, die von anderen Kunden geteilt werden. Ziel ist es, Arbeitsabläufe rund um die Erkennung, Priorisierung und Behebung von Schwachstellen zu automatisieren.
Nach Darstellung des Unternehmens bildet die Plattform Identitäten, Server, Repositories, Datenbanken und andere Bestände über die gesamte Umgebung einer Organisation hinweg ab. Auf dieser Basis ergänzt sie technischen Befunden Geschäftskontext, um Risiken einzuordnen und den Sicherheitsteams eine zusammengefasste Sicht auf offene Probleme zu geben. Dabei markiert die Lösung laut Cantina insbesondere jene Punkte, die priorisiert werden müssen.
Das Start-up beschreibt seine Technik als lernfähig: Mit jeder Untersuchung solle die Plattform präziser werden, Warnmeldungen besser einordnen und sich stärker auf die Risiken konzentrieren, die tatsächlich relevant sind. Außerdem pflege die Lösung einen dynamischen digitalen Zwilling der jeweiligen Unternehmensumgebung, mache Sicherheitsprobleme sichtbar und ordne sie nach Wichtigkeit. Darüber hinaus automatisiere sie Untersuchungen und Gegenmaßnahmen und prüfe anschließend, ob Korrekturen erfolgreich umgesetzt wurden.
Hari Mulackal, Mitgründer und CEO von Cantina, begründet den Ansatz mit dem Tempo auf Angreiferseite. „Angreifer können Schwachstellen schneller denn je identifizieren, Systeme verstehen und Exploits entwickeln. Sicherheitsteams können nicht weiter mit Arbeitsabläufen reagieren, die für eine Zeit vor der Künstlichen Intelligenz gebaut wurden. Verteidiger brauchen Künstliche Intelligenz, die Probleme nicht nur erkennt, sondern auch bei der Untersuchung hilft, die Behebung koordiniert, Korrekturen validiert und mit jedem gelösten Problem kontinuierlich intelligenter wird“, sagte er.
Mit der nun bekannt gegebenen Finanzierung in Höhe von 8 Millionen Dollar kommt Cantina nach eigenen Angaben auf insgesamt 16,5 Millionen Dollar eingeworbenes Kapital. Angeführt wurde die Runde von Framework Ventures. Weitere Investoren oder eine Bewertung des Unternehmens nennt der vorliegende Bericht nicht.
Die Meldung markiert vor allem einen Geschäftsschritt: Cantina tritt aus dem Stealth-Modus heraus und verknüpft diesen Schritt mit einer neuen Finanzierung sowie der Positionierung seiner Plattform für autonomes Schwachstellenmanagement.
