CareCloud beschreibt den Vorfall als Datenabfluss aus einer AWS-Umgebung des Unternehmens. Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen verschafften sich Hacker zwischen dem 10. März und dem 16. März Zugriff auf diese Umgebung und leiteten daraus wahrscheinlich Daten ab. Die betroffene Infrastruktur gehörte zu einer Umgebung für elektronische Gesundheitsakten innerhalb der Division CareCloud Health; am 16. März 2026 wurde diese Umgebung gestört.

Wie aus dem Benachrichtigungsschreiben hervorgeht, stellte CareCloud am 24. Juni fest, dass persönliche, finanzielle und medizinische Daten kompromittiert wurden. Das Schreiben wurde bei der Massachusetts Office of Consumer Affairs and Business Regulation eingereicht. Auf Basis von Meldungen an die Büros mehrerer Generalstaatsanwälte sind mindestens 350.000 Personen von dem Vorfall betroffen.

Nach Angaben des Unternehmens umfasst der potenziell betroffene Datensatz Namen, Anschriften, Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten, Führerscheinnummern, staatliche Ausweisnummern, Finanzkontonummern, Kredit- und Debitkartennummern sowie medizinische Informationen und Krankenversicherungsdaten.

CareCloud teilt weiter mit, man habe externe Cybersicherheitsexperten hinzugezogen. Mit deren Unterstützung sei die betroffene Umgebung abgesichert, die Bedrohung beseitigt und bestätigt worden, dass kein fortbestehender unbefugter Zugriff mehr vorhanden sei. Zudem verstärke das Unternehmen die Sicherheit seiner Systeme und Umgebungen.

Für die Betroffenen bietet CareCloud nach eigenen Angaben bis zu 24 Monate kostenlose Dienste zum Schutz vor Identitätsdiebstahl, zur Kreditüberwachung und zur Wiederherstellung nach Identitätsdiebstahl an. Dazu gehöre auch eine Versicherung mit einer Erstattungssumme von 1.000.000 Dollar.

Noch offen sind nach dem Bericht die Gesamtzahl aller Betroffenen sowie Details zu den Verantwortlichen hinter dem Angriff. CareCloud hat dazu bislang keine weiteren Angaben gemacht.