OnTrac teilt mit, dass Angreifer zwischen dem 20. und 22. März Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk und bestimmte Dateien hatten. Das Unternehmen entdeckte die Aktivität am 23. März und zog einen externen Spezialisten hinzu, um das Ausmaß des Vorfalls zu untersuchen. Eine Ransomware-Gruppe hat den Angriff bislang nicht für sich reklamiert.

Das Department for Education in England meldet, dass Hacker ungefähr 607.000 Datensätze mit Telefonnummern und E-Mail-Adressen erlangt haben. Nach Angaben der Behörde enthalten die Daten weder Bankinformationen noch andere sensible Angaben. Der Vorfall sei schnell eingedämmt worden, das Risiko für Betroffene werde nicht als hoch eingestuft.

Adobe hat Sicherheitsupdates für Bridge, Campaign Classic und Format Plugins bereitgestellt. Dazu gehört unter anderem ein kritischer Heap-basierter Pufferüberlauf in Format Plugins, der die Ausführung beliebigen Codes ermöglicht. In Bridge wurden mehrere Schwachstellen geschlossen, die Codeausführung und Rechteausweitung erlauben. Für Campaign Classic behebt Adobe Lücken, über die sich beliebiger Code ausführen und das Dateisystem auslesen lässt. Das Update für Campaign Classic trägt bei lokalen Installationen die Prioritätsstufe 1. Adobe zufolge gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung.

Huntress beobachtet seit dem 25. Juli eine breit angelegte Credential-Stuffing-Kampagne gegen SonicWall-VPN- und Firewall-Konten. Bislang seien erfolgreiche Anmeldungen bei 30 Organisationen festgestellt worden. Die Aktivität gehe von fünf bei DigitalOcean gehosteten IP-Adressen aus und wirke automatisiert. Hinweise auf manuelle Aktivitäten nach einer Kompromittierung habe Huntress nicht entdeckt.

OpenAI hat die Codex Security CLI als Open Source veröffentlicht. Das Werkzeug soll Repositories prüfen, Ergebnisse über mehrere Durchläufe hinweg nachverfolgen, Korrekturen verifizieren und Sicherheitsprüfungen in CI/CD-Pipelines einbinden. Die frühe Version steht über npm und GitHub bereit; OpenAI bittet während der weiteren Entwicklung um Rückmeldungen.

Amazon Threat Intelligence schreibt die jüngsten Kompromittierungen der populären NPM-Pakete Axios, Debug und Chalk sowie einen Vorfall mit einer Krypto-Schreibvariante der nordkoreanischen Gruppe Sapphire Sleet zu. AWS erklärt, die Gruppe konzentriere sich auf Pakete mit hohen Download-Zahlen, um eine möglichst breite nachgelagerte Wirkung zu erzielen. Hervorgehoben werden zudem weiterentwickelte Supply-Chain-Methoden, darunter fragmentierte Schadkomponenten und umgebungsabhängige Malware.

Ein Sicherheitsforscher hat in der My-Eicher-Plattform von VE Commercial Vehicles nicht authentifizierte interne Programmierschnittstellen entdeckt. Dadurch wurden Kunden-, Nutzer- und Fahrzeugdaten offengelegt und Kontoübernahmen ermöglicht. VE Commercial Vehicles ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Volvo Group und Eicher Motors. Laut Bericht erlaubten die Schwachstellen die vollständige Kontrolle über Flotten von Nutzfahrzeugen in Indien sowie den Zugriff auf sensible Dokumente wie Aadhaar-Karten. Die zentralen Probleme wurden nach der Meldung behoben; später beseitigte das Unternehmen weitere Mängel.

Anthropic-Forscher haben mit Claude Mythos Preview zwei kryptanalytische Ergebnisse erzielt: einen verbesserten Schlüsselrückgewinnungsangriff auf das Post-Quanten-Signaturschema HAWK, der dessen effektives Sicherheitsniveau ungefähr halbiert, sowie einen schnelleren Meet-in-the-Middle-Angriff auf AES mit sieben Runden. Nach Angaben von Anthropic betreffen die Resultate keine derzeit eingesetzten Systeme: HAWK ist weiterhin ein Kandidat, und die Arbeiten zu AES beziehen sich auf eine reduzierte Rundenzahl. Die Ergebnisse zeigten jedoch Fortschritte KI-gestützter Kryptanalyse.