Im Zentrum der Änderungen stehen die Modelle GPT-5.6 Luna und GPT-5.6 Terra. Bei Luna fällt die Preissenkung besonders stark aus: OpenAI reduziert den API-Preis um 80 Prozent. Terra wird um 20 Prozent günstiger. Das Unternehmen beschreibt die Anpassungen als Teil seiner Arbeit, die Modelle effizienter zu machen.
Die neuen Preise betreffen laut OpenAI nicht nur die reine API-Nutzung. In einem Beitrag auf X weist das Unternehmen darauf hin, dass die geänderten Tarife auch die Berechnung der Nutzung in Codex und ChatGPT Work beeinflussen. Wenn neue Aufgaben diese Modelle verwenden, wird weniger vom Kundenkontingent abgezogen. Dadurch können Nutzer unter derselben Quote mehr Aufgaben ausführen.
Zusätzlich stellt OpenAI Auto-review in der ChatGPT-App und in Codex CLI von GPT-5.4 auf GPT-5.6 Luna um. Nach Angaben des Unternehmens soll das die Kosten um ungefähr den Faktor zehn senken.
Für API-Kunden führt OpenAI außerdem einen Fast-Modus für GPT-5.6 Sol ein. An der regulären Preisgestaltung von Sol ändert sich vorerst nichts. Der neue Modus verarbeitet Anfragen laut OpenAI bis zu 2,5-mal schneller als die Standardverarbeitung, ohne die Intelligenz des Modells zu verringern.
Die zusätzliche Leistung hat allerdings ihren Preis: Der Fast-Modus kostet das Doppelte des regulären API-Preises. OpenAI positioniert ihn deshalb besonders für zeitkritische Coding-, Forschungs- und agentische Arbeitslasten. Für andere Anwendungsfälle sei GPT-5.6 Sol Fast nach Darstellung des Unternehmens nicht nötig.
Als Grundlage für die Preissenkungen bei Luna und Terra nennt OpenAI jüngste Verbesserungen bei GPT-5.6 Sol. Diese Fortschritte hätten die Effizienzgewinne ermöglicht, die hinter den Preisreduzierungen stehen. In den unternehmenseigenen Testergebnissen liegt Luna nach Angaben von OpenAI zudem an der Spitze des eigenen Intelligenzindex unter den verglichenen Modellen, obwohl die Kosten pro Aufgabe deutlich niedriger ausfallen.
