Die Einrichtung eines von Eltern verwalteten Kontos setzt voraus, dass die Geräte von Elternteil und Kind gleichzeitig vorhanden sind. Der Elternteil muss die Telefonnummer des Kindes registrieren und verifizieren, das Alter des Kindes bestätigen und auf dem Gerät des Kindes einen QR-Code scannen, um die beiden Konten zu verknüpfen.

Zum Schutz der Einstellungen lässt sich eine sechsstellige PIN festlegen. Nur damit können Eltern Nachrichtenanfragen, Datenschutzeinstellungen und Aktivitätshinweise auf dem verwalteten Gerät einsehen und ändern. “Die neuen elterlichen Kontrollen und Einstellungen sind auf dem verwalteten Gerät durch eine Eltern-PIN abgesichert. Nur Eltern können die Datenschutzeinstellungen aufrufen und ändern, sodass sie das Erlebnis ihrer Familie selbst anpassen können”, erklärte das Unternehmen. Persönliche Unterhaltungen blieben durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, sodass niemand – auch WhatsApp nicht – sie sehen oder hören könne.

Versucht ein unbekannter Kontakt, das Kind zu erreichen, erscheint eine Hinweiskarte. Sie zeigt, ob der unbekannte Kontakt gemeinsame Gruppen mit dem Kind hat und aus welchem Land er stammt. Zusätzlich erhalten Eltern Aktivitätshinweise, etwa wenn ihr Kind neue Chat-Anfragen bekommt, einen neuen Kontakt hinzufügt oder Gruppen, in denen es Mitglied ist, neue Teilnehmer aufnehmen.

“Eltern erhalten Benachrichtigungen über wichtige Aktivitäten, etwa wenn ihr Kind eine Nachrichtenanfrage von einem unbekannten Kontakt erhält. Sie können anpassen, über welche weiteren Aktivitäten sie informiert werden, beispielsweise wenn ihr Kind eine Gruppe verlässt”, ergänzte WhatsApp.

Die Funktion reiht sich in vergleichbare Schritte von Meta ein. Im September 2025 führte das Unternehmen eigene Konten für Jugendliche unter 16 Jahren auf Facebook und Messenger ein – ein Jahr nachdem dieselbe Funktion für Instagram-Nutzer ausgerollt worden war.

Parallel kündigte Meta neue Schutzmaßnahmen gegen Betrug in WhatsApp an. Sie warnen Nutzer, wenn Verhaltenssignale darauf hindeuten, dass eine Anfrage zur Geräteverknüpfung betrügerisch sein könnte.