Brinks Home teilte in einer Vorfallsmeldung mit, dass Hacker auf einen Teil seiner IT-Systeme zugegriffen haben. Das Unternehmen erklärte, man sei sich bewusst, dass entsprechendes Material öffentlich auftauchen könne, und arbeite mit Nachdruck daran festzustellen, welche Informationen betroffen waren und wen dies treffen könnte.

Zugleich betonte Brinks Home, dass die eigentlichen Sicherheitsdienste nicht beeinträchtigt seien. Nach Angaben des Unternehmens blieben sowohl die Alarmüberwachung als auch die Systemfunktionalität intakt, weil die Angreifer keinen Zugriff auf die Produkte oder Services des Anbieters hatten.

Das Unternehmen nannte keine Details zu den Verantwortlichen. Die Offenlegung erfolgte jedoch ungefähr zu dem Zeitpunkt, als die bekannte Erpressergruppe ShinyHunters Brinks Home auf ihre Tor-basierte Leak-Seite setzte. Dort behauptet die Gruppe, mehr als 4,9 Millionen Datensätze aus einer Salesforce-Instanz von Brinks Home entwendet zu haben.

Weil Brinks Home kein Lösegeld gezahlt habe, veröffentlichten die Angreifer laut Bericht mehr als 41 Gigabyte an Dateien, die aus dem Vorfall stammen sollen. ShinyHunters erklärt zudem, dass sich unter den gestohlenen Datensätzen teilweise personenbezogene Informationen befinden.

Eine unabhängige Bestätigung dieser Behauptungen gibt es bislang nicht. SecurityWeek weist ausdrücklich darauf hin, die Angaben der Hacker nicht eigenständig verifiziert zu haben.

Brinks Home erklärte weiter, dass potenziell betroffene Personen benachrichtigt würden, falls sich herausstellen sollte, dass ihre personenbezogenen Daten kompromittiert wurden. Zudem riet das Unternehmen Kunden, aufmerksam gegenüber unaufgeforderten E-Mails, Textnachrichten oder Anrufen zu sein, in denen persönliche Informationen oder Zugangsdaten zu Konten abgefragt werden.

Brinks Home ist ein Anbieter physischer Sicherheitslösungen mit Hauptsitz in Dallas, Texas. Das Unternehmen bietet Haussicherheitssysteme an, die durch ein Alarmreaktionszentrum unterstützt werden.