Nach Angaben des Madera Community Hospital geht der Vorfall auf einen Angriff im Mai 2025 zurück. In einer Vorfallsmeldung erklärt das Krankenhaus, dass Hacker zwei Tage lang Zugang zum Netzwerk hatten und dabei wahrscheinlich bestimmte Dateien entwendeten.
Das Krankenhaus teilte mit, nach der Entdeckung der potenziell exfiltrierten Dateien externe Experten und eine Firma zur Datenprüfung eingeschaltet zu haben. In der Mitteilung heißt es: „Wir haben die Ergebnisse der Datenprüfung im April 2026 erhalten und arbeiten seither daran, sicherzustellen, dass wir über korrekte Kontaktinformationen verfügen, um möglicherweise betroffene Personen zu benachrichtigen.“
Zu den betroffenen Informationen zählen laut Krankenhaus Namen, Kontaktdaten, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern, Zugangsdaten für Konten, Informationen zu Finanzkonten, Behandlungs- und Krankenversicherungsdaten sowie in begrenztem Umfang biometrische Informationen. Zugleich betont das Krankenhaus, dass nicht bei jeder Person alle diese Datenelemente betroffen waren.
Ebenfalls nach Angaben des Krankenhauses gibt es keine Hinweise darauf, dass die Informationen weitergegeben oder anderweitig öffentlich gemacht wurden. Mitte Juli begann das Haus damit, potenziell betroffene Personen über den Vorfall zu informieren. Dem US Department of Health and Human Services, kurz HHS, meldete es 150.810 Betroffene.
Für den Angriff verantwortlich sei eine Erpressergruppe gewesen, erklärt das Krankenhaus. Diese habe Lösegeld gefordert, die Forderung später aber zurückgezogen und erklärt, sie wolle Patienten nicht schaden.
Das Krankenhaus teilt weiter mit, gemeinsam mit externen Spezialisten auf den Vorfall reagiert, die unbefugten Aktivitäten untersucht und die eigenen Systeme zusätzlich abgesichert zu haben, um Informationen besser zu schützen. Außerdem habe man die Strafverfolgungsbehörden informiert.
