Im Zentrum des Angebots von Obsidian Security steht die Steuerung von KI-Agenten in fremden Unternehmensanwendungen. Die Plattform soll nachvollziehen, welche Berechtigungen solche Agenten in angebundenen Systemen erhalten und wie sie diese nutzen. Als Beispiele nennt das Unternehmen Datenplattformen, Entwicklerwerkzeuge, CRM-Systeme und Kollaborationsanwendungen.

Nach Darstellung von Obsidian ist die Laufzeit-Kontrollschicht der Plattform darauf ausgelegt, Rechteausweitungen, übermäßig breiten Datenzugriff und Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien zu erkennen und zu unterbinden, während die Agenten arbeiten. Durchsetzungsregeln würden dabei auf Risikokriterien basieren, die sich an OWASP orientieren, bevor entsprechende Aktionen wirksam werden.

Hinzu kommt eine Bestandsaufnahme von MCP-Servern, die innerhalb einer Organisation angebunden sind. Diese Verbindungen werden laut Unternehmen den jeweils aufrufenden Agenten zugeordnet. Sicherheitsteams sollen dadurch nicht genehmigte MCP-Verbindungen erkennen und den möglichen Einfluss von Verknüpfungen zwischen Agenten und Backend-Systemen besser einschätzen können.

Mit der jüngsten Erweiterung ergänzt Obsidian nach eigenen Angaben native Governance-Kontrollen für Claude Code und Cowork. Damit sollen Sicherheitsteams Berechtigungen von Agenten beim Zugriff auf Produktionsdaten einschränken, den Zugang zu sensiblen Dateien verwalten, zu weit gefasste Zugriffsrechte anpassen und nicht autorisierte Nutzung von MCP oder anderen Werkzeugen blockieren können.

Obsidian-CEO Hasan Imam begründet den Fokus mit der Verlagerung von Risiken in Drittanbieter-Anwendungen. „KI-Agenten zieht es zu Anwendungen von Drittanbietern. Dort liegen die Daten, dort findet die Arbeit statt, und genau dort liegt auch das Risiko“, sagte Imam.

Zugleich verwies Imam auf Defizite bei der Überwachung solcher Aktivitäten in Echtzeit. „Heute können nur 13 Prozent der Sicherheitsteams diesen Datenverkehr in Echtzeit prüfen und Richtlinien durchsetzen. Wir wollen die Plattform sein, die diese Zahl verändert, indem sie steuert, was Agenten in Anwendungen von Drittanbietern tun, damit Unternehmen den vollen Nutzen aus jedem eingesetzten Agenten ziehen können. Auf diese Zukunft arbeiten wir hin.“