Above Security meldete eine strategische Investition durch den CrowdStrike Falcon Fund sowie eine Integration mit der CrowdStrike-Falcon-Plattform. Laut Unternehmen können CrowdStrike-Kunden damit ihre Falcon-Umgebung erweitern und vorgefertigte Untersuchungen zu Insider-Risiken auf Basis von Telemetriedaten aus Falcon Next-Gen SIEM nutzen. Above korreliert dafür Endpunkt-, Identitäts- und Drittanbieterdaten zu untersuchungsfähigen Fällen und speist abgeschlossene Untersuchungen wieder in Falcon ein.
ArmorCode stellte vier neue Anya-Agenten vor. Sie sollen Sicherheitsteams dabei unterstützen, Cloud-Risiken zu analysieren, die Ausnutzbarkeit von Schwachstellen zu bewerten, Gegenmaßnahmen zu identifizieren und Patch-Orchestrierung zu koordinieren. Zusätzlich erweiterte das Unternehmen den Context Risk Graph um Funktionen für Angriffspfadanalyse, Erreichbarkeit im Netzwerk und Patch-Management.
Commvault kündigte eine Integration an, die Google Threat Intelligence in die Arbeitsabläufe von Commvault Threat Scan einbindet. Die Funktion soll Unternehmen helfen, saubere Wiederherstellungspunkte schneller zu identifizieren, Ausfallzeiten zu verringern und die Erholung nach Cyberangriffen zu beschleunigen. Die Ankündigung ergänzt laut Commvault die laufende Zusammenarbeit mit Google Cloud, darunter erweiterte Cyberresilienz-Funktionen für Google-Cloud-Umgebungen über Clumio und Unterstützung für Google-Cloud-Workloads.
CrowdStrike stellte mit AWS den weltweiten KI-Red-Teaming-Wettbewerb „KI entfesselt: Agenten des Chaos“ vor. Teilnehmer sollen dabei abtrünnige KI-Agenten mit Prompt-Injection und anderen Techniken angreifen, um neue Risiken agentischer KI besser zu verstehen. Der virtuelle Wettbewerb beginnt am 31. August und ist mit insgesamt 100.000 US-Dollar dotiert.
Dataminr veröffentlichte seinen Mid-Year Threat Landscape Report 2026. Dem Bericht zufolge wurde das durchschnittliche Patch-Fenster in der ersten Jahreshälfte 2026 um 11 Tage länger. Gleichzeitig könnten Angreifer in weniger als 30 Minuten ausbrechen, und Dataminr registrierte einen Anstieg der Warnmeldungen um 69,2 Prozent gegenüber der zweiten Hälfte 2025.
Mehrere Anbieter konzentrierten sich auf die Absicherung von KI-Agenten. Menlo Security erweiterte seine cloudbasierte Plattform Menlo Agent Runtime Security, um KI-Assistenten und Coding-Agenten vor Prompt-Injection-Angriffen und Datenabfluss zu schützen. Dazu werde Webverkehr von Agenten über eine Cloud-Umgebung geleitet, um Dateien zu bereinigen und verborgene Anweisungen zu entfernen, bevor ein Agent Inhalte erhält. Rubrik ergänzte Agent Cloud um Rubrik Agent Identity, das Zugriffsrechte autonomer KI-Agenten zur Laufzeit verwalten soll und kurzlebige, eingeschränkte Token für einzelne Werkzeugaufrufe erzeugt. Mimecast wiederum kündigte mit dem Agent Risk Center eine Erweiterung seiner Incydr-Technologie an, die sämtliche in einer Organisation eingesetzten KI-Agenten und Werkzeuge erfassen und den jeweils verantwortlichen Personen zuordnen soll.
Palo Alto Networks kündigte eine neue, für das Zeitalter von Frontier AI entwickelte Version von PAN-OS an. PAN-OS 12.2 Ceres bringt laut Hersteller Advanced Virtual Patching, automatisches Blockieren direkter Angriffe auf IP-Adressen, sechs KI-Sicherheitsagenten sowie erweiterte Hardware zum Schutz von KI-Rechenzentren und kritischer Infrastruktur. Zudem veröffentlichte Unit 42 neue Forschungsergebnisse: Ein von den Forschern entwickeltes KI-System habe mehr als 14.000 bislang unbekannte Schwachstellen in fast 4.000 weit verbreiteten Open-Source-Projekten aufgedeckt. Eine weitere Analyse von mehr als 4 Millionen Berichten ergab laut Unit 42, dass 45,32 Prozent der Malware mit Command-and-Control-Aktivität direkt mit IP-Adressen kommuniziert.
Auch weitere Unternehmen stellten neue Plattformfunktionen vor. Intel 471 ergänzte Verity471 um die KI-Funktionen MCP471 und Agent471. SOCRadar brachte mit Human Identity Exposure eine neue Identitäts- und Zugriffsebene für seine XTI-Plattform auf den Markt, die Daten aus Leak-Sammlungen, Stealer-Infektionen, Angreifer-Telemetrie, personenbezogenen Daten, Datenlecks und CTI-Signalen in einem Datensatz zusammenführt. Tenable startete mit CyberAgents Exchange einen kostenlosen Open-Source-Marktplatz für KI-Agenten für Sicherheitsteams; Gründungsmitglieder sind auch SentinelOne und Recorded Future.
Prophet Security veröffentlichte seinen zweiten jährlichen Bericht zum Stand von KI in Security Operations. Eine unabhängige Befragung von 250 IT- und Cybersicherheitsfachleuten kommt zu dem Ergebnis, dass Security-Operations-Teams durch Alarmüberlastung, KI-gestützte Angriffe und Personalmangel an einen Kipppunkt geraten. Laut Bericht nutzen bereits 96 Prozent der Organisationen KI für Security Operations oder prüfen ihren Einsatz aktiv. Im Durchschnitt blieben 28 Prozent der Sicherheitswarnungen ohne Untersuchung, und 56 Prozent meldeten im vergangenen Jahr einen Anstieg KI-getriebener Angriffe.
