Microsoft hat nach eigenen Angaben am 6. August mehr als ein Dutzend Schwachstellen in Active Directory, Azure, Entra, SharePoint, Teams und weiteren Produkten behoben. Dazu zählen auch kritisch eingestufte Lücken zur Remotecodeausführung.

Drei der Schwachstellen tragen die Kennungen CVE-2026-63508, CVE-2026-56162 und CVE-2026-65667 und sind mit 10 von 10 bewertet. Sie werden als fehlende Authentifizierung in Planetary Computer Pro, fehlerhafte Authentifizierung in Azure SQL Database und fehlende Autorisierung in Teams beschrieben. Laut dem Bericht können sie zu einer Rechteausweitung führen und über das Netzwerk ausgenutzt werden.

Vier weitere Schwachstellen erreichen einen CVSS-Wert von 9,9 von 10: CVE-2026-50515 für Remotecodeausführung in Azure Service Bus, CVE-2026-62830 für Rechteausweitung im Azure SRE Agent, CVE-2026-59115 für Rechteausweitung im Entra Provisioning Service sowie CVE-2026-50481 für Rechteausweitung in Active Directory. Alle vier sind dem Bericht zufolge aus der Ferne ausnutzbar.

Darüber hinaus hat Microsoft weitere kritische und hoch eingestufte Schwachstellen geschlossen, die zu Informationspreisgabe, Remotecodeausführung, Rechteausweitung und Spoofing führen könnten. Die neue Update-Runde folgte eine Woche nach mehr als zwei Dutzend weiteren Korrekturen für Sicherheitslücken in Office, 365 Apps for Enterprise, Edge und Azure Cosmos DB.

Apple hat am Donnerstag eine einzelne Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-65400 und einem CVSS-Wert von 7,5 behoben. Die Lücke konnte es entfernten Angreifern ermöglichen, die Authentifizierung von Screen Sharing zu umgehen.

Apple erklärte: „Ein Angreifer im Netzwerk könnte sich möglicherweise ohne gültige Zugangsdaten bei Screen Sharing authentifizieren.“ Patches für den Fehler wurden in macOS Tahoe 26.6.1, macOS Sequoia 15.7.9 und macOS Sonoma 14.8.9 bereitgestellt.

Auch dieses Apple-Update erschien etwa eine Woche nach einer größeren Patch-Runde. Damals hatte das Unternehmen mit iOS 26.6 und macOS Tahoe 26.6 Dutzende Sicherheitsfehler behoben.