Mit dem Update auf Chrome 151 schließt Google 41 Sicherheitslücken der Schweregrade kritisch und hoch. Ein großer Teil davon entfällt auf Speicherfehler: Mehr als zwei Dutzend der behobenen Defekte gehören in diese Kategorie und können laut Google Datenbeschädigungen, Abstürze und die Ausführung beliebigen Codes ermöglichen.
Unter den sechs kritischen Schwachstellen nennt Google fünf Use-after-free-Fehler in WebGL, Aura, Skia und Views. Hinzu kommt ein Out-of-bounds-Write in der Grafik-Engine ANGLE. Für die zwei Sicherheitslücken in WebGL nennt Google externe Sicherheitsforscher als Entdecker, hat nach eigenen Angaben aber die Prämien aus dem Bug-Bounty-Programm dafür noch nicht festgelegt. Die übrigen vier kritischen Schwachstellen wurden von Google selbst gefunden.
Die restlichen 35 mit dem Browser-Update behobenen Probleme stuft das Unternehmen als hoch ein. Davon entdeckte Google 25 selbst, für zehn weitere schreibt der Konzern externe Sicherheitsforscher gut. Zu den ausgezahlten Prämien machte Google nur begrenzte Angaben: Offen gelegt wurden lediglich zwei Belohnungen, beide in Höhe von 500 US-Dollar.
Von diesen 35 hoch eingestuften Schwachstellen sind 24 Speicherfehler. Google nennt dabei unter anderem Use-after-free, Pufferüberläufe, Out-of-bounds-Write-Probleme und Fehler durch die Nutzung nicht initialisierter Speicherbereiche. Die übrigen Lücken betreffen unzureichende Prüfungen nicht vertrauenswürdiger Eingaben, fehlerhafte Implementierungen, Race Conditions und Integer-Überläufe.
Der Umfang des Updates fällt zwar geringer aus als bei vielen der jüngsten Browser-Aktualisierungen, dennoch verweist der Quelltext darauf, dass Googles Einsatz von Künstlicher Intelligenz das Tempo beim Schließen von Schwachstellen erhöhe.
Ausgeliefert wird die aktuelle Chrome-Version unter Windows und macOS als 151.0.7922.108 beziehungsweise 151.0.7922.109. Für Linux steht Version 151.0.7922.108 bereit. Hinweise darauf, dass eine der nun geschlossenen Lücken bereits aktiv ausgenutzt wird, erwähnt Google nicht.
