Betroffen sind alle drei Einrichtungen der North Carolina Ports Authority: der Port of Wilmington, der Port of Morehead City und der Charlotte Inland Port. Zusammen bilden sie zwei wichtige kommerzielle Tiefwasserhäfen sowie einen Binnenstandort. Wilmington und Morehead schlagen laut den vorliegenden Angaben gemeinsam jährlich 4,4 Millionen Short Tons an Bulk- und Breakbulk-Fracht um und fungieren als bedeutende regionale Logistikdrehscheiben.

Nach Darstellung der Behörde wurde der Angriff am 4. August entdeckt. Daraufhin aktivierte sie ihren Notfallplan für Cybersicherheit und startete am Morgen des 5. August mit den Wiederherstellungsarbeiten. Die Störung zog einen systemweiten Ausfall nach sich, weshalb die Tore an allen drei Standorten am 5. August erst um 8 Uhr öffneten. Das verzögerte den Hafenbetrieb und beeinträchtigte auch den Ablauf für Lkw-Fahrer.

Besonders ins Gewicht fällt dabei der Port of Wilmington. Der Standort verfügt über neun Liegeplätze und eine jährliche Containerkapazität von 600.000 TEU. Im Durchschnitt werden dort pro Woche 5.000 Container-Gate-Bewegungen abgewickelt.

Die North Carolina Ports Authority hat den Angriff bislang keinem bekannten Bedrohungsakteur zugeschrieben. Auch dazu, ob sensible Daten gestohlen wurden, machte sie keine Angaben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte zudem keine Bedrohungsgruppe öffentlich die Verantwortung für den Angriff übernommen.

Auf der Website der Hafenbehörde heißt es, der Betrieb kehre schrittweise zur Normalität zurück. Gleichzeitig warnt die Behörde weiter vor Verzögerungen, weil die Arbeiten zur Wiederherstellung betroffener Systeme und Dienste noch andauern. Im jüngsten Statushinweis kündigte sie an, dass die Tore am Port of Wilmington, am Port of Morehead City und am Charlotte Inland Port am 7. August wieder dem regulären Betriebsplan folgen sollen.

Auch der Schiffsverkehr soll laut diesem Update planmäßig abgewickelt werden. Zugleich erklärte die Behörde, ihr IT-Team prüfe weiterhin die betroffenen Systeme und stelle Dienste wieder her; deshalb seien Verzögerungen weiterhin möglich. BleepingComputer hat die North Carolina Ports Authority nach eigenen Angaben um weitere Details zum Vorfall gebeten, bis zur Veröffentlichung jedoch keine Antwort erhalten.