Die von Meta angekündigte Operation richtete sich gezielt gegen Betrugszentren in Südostasien. Beteiligt waren das FBI, die Scam Center Strike Force des US-Justizministeriums sowie die Polizei in Thailand. Laut dem Konzern hatten die Zentren Nutzer in den USA, im Vereinigten Königreich und in der APAC-Region ins Visier genommen.
Die thailändische Polizei nahm 21 Verdächtige fest, Meta sperrte mehr als 150.000 Konten, die von den Betrugszentren eingesetzt wurden. Bei einer vergleichbaren Aktion im Dezember hatte das Unternehmen bereits 59.000 Konten, Seiten und Gruppen über seine Plattformen hinweg entfernt. Über die direkten Maßnahmen gegen die Betrugszentren hinaus gab Meta an, im Jahr 2025 mehr als 159 Millionen betrügerische Anzeigen gelöscht zu haben.
Zeitgleich stellte das Unternehmen mehrere neue Werkzeuge gegen Betrug vor. Eine Funktion warnt WhatsApp-Nutzer vor möglicherweise bösartigen Versuchen, Geräte zu verknüpfen. Betrüger nutzen diese Methode, um Opfer dazu zu bringen, das Gerät des Angreifers mit dem eigenen Konto zu koppeln.
Für Facebook führte Meta eine Funktion ein, die Nutzer auf verdächtige Freundschaftsanfragen aufmerksam macht – sowohl auf gesendete als auch auf empfangene. Ausgelöst werden die Warnungen durch Anzeichen wie fehlende gemeinsame Kontakte, ein erst kürzlich erstelltes Profil oder Standortunterschiede.
Für den Messenger kündigte Meta ein fortgeschrittenes Erkennungssystem an, das potenzielle Betrugsversuche markiert. Nach Angaben des Unternehmens kommt dabei künstliche Intelligenz zum Einsatz, um Betrug aufzuspüren, der Marken, Prominente und Personen des öffentlichen Lebens nachahmt, ebenso wie irreführende Links und gefälschte Domains.
