Der Bekleidungshersteller Levi Strauss & Co hat am Freitag einen Sicherheitsvorfall publik gemacht, der bestimmte auf Mitarbeiterrechnern gespeicherte Unternehmensdaten betraf. Die Offenlegung erfolgte in einer Form 8-K an die US-Börsenaufsicht SEC. Demnach war Social Engineering der Ausgangspunkt des Angriffs.
Nach Angaben des Unternehmens waren drei von Mitarbeitern genutzte Firmencomputer betroffen. Levi Strauss erklärt, dass die unmittelbar eingeleiteten Reaktions- und Eindämmungsmaßnahmen dazu geführt hätten, die Angreifer von den kompromittierten Systemen zu entfernen.
In der Mitteilung an die SEC formuliert das Unternehmen, auf Basis vorläufiger Ergebnisse der Untersuchung gehe man davon aus, dass „bestimmte Unternehmensinformationen“ im Zusammenhang mit dem Vorfall eingesehen und exfiltriert wurden. Die Untersuchung läuft nach Angaben von Levi Strauss weiter an.
Zugleich verweist das Unternehmen darauf, dass nach den bisherigen Erkenntnissen offenbar keine Kundendaten gestohlen wurden. Auch der Geschäftsbetrieb sei durch den Vorfall nicht unterbrochen worden. Levi Strauss erklärte außerdem, man glaube nicht, dass der Vorfall „wesentliche Auswirkungen hatte oder vernünftigerweise wahrscheinlich wesentliche Auswirkungen haben wird“.
Offen ließ das Unternehmen, wer hinter dem Angriff steckt. Ebenfalls nicht mitgeteilt wurde, ob Erpressungsforderungen eingegangen sind. Auch zur Art des eingesetzten Social Engineering machte Levi Strauss keine näheren Angaben.
Laut einigen unbestätigten Berichten könnte allerdings UNC6671 beteiligt gewesen sein, eine Hackergruppe, die hinter mehreren jüngsten Voice-Phishing-Kampagnen stehen soll. Bestätigt ist diese Zuordnung laut Quelltext jedoch nicht.
SecurityWeek teilte mit, Levi Strauss per E-Mail um weitere Details zu der Datenpanne gebeten zu haben. Der Bericht solle aktualisiert werden, falls das Unternehmen antworte.
