Im Mittelpunkt der Warnung steht CVE-2026-20349, eine Denial-of-Service-Schwachstelle in Cisco Secure Firewall Adaptive Security Appliance (ASA) und Secure Firewall Threat Defense (FTD). Cisco beziffert den Schweregrad mit 8,6. Betroffen sind Geräte, auf denen die jeweilige Software läuft und bei denen bestimmte Remote-Access-Funktionen aktiviert sind.

Wie Cisco in einem Sicherheitshinweis erläutert, entsteht die Lücke durch eine unzureichende Fehlerprüfung bei der Verarbeitung von HTTP-Anfragen. Ein Angreifer kann die Schwachstelle ausnutzen, indem er eine präparierte HTTP-Anfrage an den Remote-Access-SSL-VPN-Dienst eines betroffenen Systems sendet. Gelingt der Angriff, startet das Gerät neu; die Folge ist ein Denial-of-Service-Zustand.

Die Ausnutzung ist laut Cisco aus der Ferne möglich, ohne Authentifizierung und ohne Interaktion durch Benutzer, wenn SSL-Listen-Sockets aktiviert sind. Zu den verwundbaren Konfigurationen zählen IKEv2 Remote Access VPN mit Client-Diensten, SSL VPN sowie Zero Trust Network Access auf FTD-Geräten. Nicht betroffen ist nach Angaben des Herstellers die Software Secure Firewall Management Center (FMC).

Cisco hat Hotfixes für die betroffenen ASA-Versionen 9.16, 9.18, 9.20, 9.22, 9.23 und 9.24 bereitgestellt. Für FTD nennt das Unternehmen die Versionen 7.0, 7.2, 7.4, 7.6, 7.7 und 10.0. Umgehungsmaßnahmen gibt es nicht; Cisco empfiehlt Kunden ausdrücklich, auf eine korrigierte Software-Version zu aktualisieren, um das Problem vollständig zu beheben.

Nach Angaben von Ciscos PSIRT wurde dem Unternehmen im August 2026 bekannt, dass CVE-2026-20349 aktiv ausgenutzt wird. Weitere Details zu den Angriffen hat Cisco jedoch nicht veröffentlicht. Dazu zählen sowohl Angaben dazu, wer die Schwachstelle ausnutzt, als auch Informationen darüber, welche Organisationen angegriffen werden.

Entdeckt wurde die Schwachstelle laut Cisco während interner Sicherheitstests des Unternehmens. Unabhängig davon meldete auch der Sicherheitsforscher Valerio Brussani den Fehler an Cisco. Hinweise auf eine Kompromittierung im Zusammenhang mit der laufenden Ausnutzung enthält der Sicherheitshinweis nicht.

Zusätzlich teilte Cisco in diesem Monat mit, dass Secure Endpoint Connector für Windows, Mac und Linux für ClamAV-Schwachstellen mit öffentlich verfügbaren Exploits anfällig ist. Patches stehen dafür bislang nicht bereit; ihre Veröffentlichung ist nach Angaben des Unternehmens für später in diesem Monat vorgesehen.