Im Mittelpunkt der Warnung steht CVE-2026-20349, eine Zero-Day-Schwachstelle in Cisco Secure Firewall ASA und Secure Firewall FTD. Nach Angaben von Cisco hängt der Fehler mit der Verarbeitung von HTTP-Anfragen zusammen. Die Ausnutzung erfordert keine Authentifizierung und kann aus der Ferne erfolgen.

Konkret kann ein Angreifer laut Cisco eine speziell gestaltete HTTP-Anfrage an den Remote Access SSL VPN-Dienst senden. Das hat zur Folge, dass die Appliance neu geladen wird und anschließend ein Denial-of-Service-Zustand eintritt. Cisco hat für die betroffenen Produkte Hotfixes bereitgestellt und Kunden aufgefordert, diese so schnell wie möglich einzuspielen.

Zur Entdeckung der Schwachstelle teilte das Unternehmen mit, dass sie sowohl intern gefunden als auch von einem externen Forscher gemeldet wurde. Cisco erklärte außerdem, seit August 2026 von aktiver Ausnutzung zu wissen. Weitere Informationen zu den Angriffen, bei denen CVE-2026-20349 eingesetzt wurde, veröffentlichte der Hersteller nicht.

CISA hat CVE-2026-20349 am Dienstag in seinen Katalog der Known Exploited Vulnerabilities aufgenommen. Die Behörde wies Bundesbehörden an, die Schwachstelle bis zum 14. August zu beheben.

Für Cisco ist das bereits der zwölfte Produktfehler mit einer CVE-Kennung aus dem Jahr 2026, der in diesem Jahr in die KEV-Liste aufgenommen wurde. Laut dem Bericht betrifft die Mehrheit dieser Einträge Schwachstellen in SD-WAN-Produkten. Angreifer haben demnach aber auch Lücken in Unified CM und FMC ausgenutzt.

Der Bericht verweist zudem auf die mögliche Auswirkung solcher Fehler auf Sicherheitsgeräte: Sie können dazu genutzt werden, deren Betrieb zu stören. Dadurch könnten diese Systeme unter Umständen daran gehindert werden, weitere bösartige Aktivitäten zu erkennen und zu blockieren.