Im Mittelpunkt der aktuellen Adobe-Updates stehen mehrere kritische Sicherheitslücken in ColdFusion, Commerce und Campaign Classic. Adobe zufolge können die Schwachstellen im Erfolgsfall dazu führen, dass Angreifer beliebigen Code ausführen oder höhere Rechte erlangen.

Am schwersten wiegen drei Schwachstellen mit einem CVSS-Wert von 10,0. Sie betreffen ColdFusion und Campaign Classic. Adobe stuft die Updates für diese beiden Produkte mit Priorität 1 ein. Diese Kennzeichnung verwendet der Hersteller für Schwachstellen, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass sie von bösartigen Cyberangriffen ins Visier genommen werden.

Für Campaign Classic nennt Adobe eine wichtige Einschränkung zum Geltungsbereich der Patches: Sie gelten nur für vollständig lokal betriebene Umgebungen sowie für die lokalen Komponenten hybrider Bereitstellungen. Bei von Adobe gehosteten Instanzen seien die Probleme bereits behoben, sodass dort kein Handlungsbedarf für Kunden bestehe.

Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der nun geschlossenen Lücken gibt es laut Adobe bislang nicht. Dennoch empfiehlt das Unternehmen Administratoren, die Updates so schnell wie möglich einzuspielen, nach Möglichkeit innerhalb von 72 Stunden.

Die Veröffentlichung folgt weniger als zwei Wochen auf ein weiteres sicherheitsrelevantes Update für Campaign Classic. Damals hatte Adobe bereits eine Schwachstelle mit maximalem Schweregrad in Campaign Classic behoben: CVE-2026-48449 mit einem CVSS-Wert von 10,0. Auch diese Lücke konnte laut Hersteller zur Ausführung beliebigen Codes führen.

Welche einzelnen CVE-Nummern die jetzt geschlossenen Schwachstellen in ColdFusion, Commerce und Campaign Classic tragen, geht aus dem vorliegenden Text nicht hervor. Fest steht jedoch, dass Adobe die ColdFusion- und Campaign-Classic-Lücken als besonders dringend einstuft und die Patches für lokal betriebene beziehungsweise hybride Campaign-Classic-Umgebungen bereitstellt.