Der Beitrag beschreibt eine Angriffsmethode, bei der herkömmliche Prüfungen im Bewerbungsprozess umgangen werden, obwohl einzelne Kontrollpunkte formal erfüllt erscheinen. Ein Lebenslauf kann glaubwürdig wirken, ein Arbeitsgerät an eine inländische Adresse geliefert werden und eine Beschäftigungsberechtigung vorliegen. Trotzdem kann das ausgestellte Konto am Ende von einer anderen Person kontrolliert werden als derjenigen, die im Verfahren geprüft wurde.
Als zentrale Taktik nennt der Text das Verändern von Nationalität oder Identität. Gerade nordkoreanische IT-Arbeitskräfte würden bei der Registrierung auf Online-Plattformen Informationen fälschen. Dazu gehören laut Beitrag gefälschte Ausweisdokumente, die Imitation einer anderen Person oder die Nutzung eines Proxys zur Kontoerstellung.
Hinzu kommen künstlich aufgebaute digitale Identitäten. Gefälschte Arbeitskräfte erstellen demnach berufliche Profile und Konten in sozialen Netzwerken, um glaubwürdiger zu erscheinen. Künstliche Intelligenz hilft ihnen laut dem Beitrag dabei, Tonfall und Sprache an reale IT-Fachkräfte anzupassen.
Auch die Zahlungsabwicklung kann ein Warnsignal sein. Dem Text zufolge meiden solche Personen mitunter die direkte Gehaltsüberweisung und bevorzugen stattdessen Geldtransfers oder Kryptowährungen. Bei nordkoreanischen Arbeitskräften wurde nach Angaben des Beitrags beobachtet, dass Gehälter über Dritte eingehen, die für die Nutzung ihrer Konten bezahlt werden.
Ein weiteres Muster ist das Verschleiern des tatsächlichen Aufenthaltsorts. Dafür kommen laut dem Beitrag Werkzeuge wie VPNs und Fernwartungssoftware zum Einsatz, um zu verbergen, dass eine Person aus dem Ausland arbeitet. Dazu passt die Nutzung ausländischer Helfer: Arbeitgebergeräte werden an eine Adresse in dem Land geliefert, in dem der Beschäftigte angeblich lebt, während ein Vermittler das System eingeschaltet und verbunden hält. So können Arbeitskräfte im Ausland die Geräte aus der Ferne steuern.
Der Text ordnet das Problem auch in einen breiteren Kontext ein. Laut Verizons Data Breach Investigation Report sind gestohlene Zugangsdaten an 44,7 Prozent der Datenschutzverletzungen beteiligt. Zugleich reichten Hintergrundprüfungen, Prüfungen der Arbeitserlaubnis und Identitätskontrollen allein nicht aus, wenn die Übergänge zwischen diesen Prüfungen nicht abgesichert seien.
Als Warnhinweise verweist der Beitrag auf die vom US-Außenministerium skizzierten Merkmale solcher Operationen, betont aber zugleich, dass kein einzelner Indikator für sich allein beweise, dass ein Bewerber Teil einer solchen Täuschung ist. Entscheidend sei vielmehr, nicht nur zu prüfen, ob eine Identität existiert, sondern ob die freigegebene Identität auch zu der lebenden Person gehört, die den Zugang tatsächlich erhält.
Specops Software nutzt den Beitrag, um dafür das eigene Produkt Specops Secure Onboarding zu empfehlen. Dieses ergänze den Onboarding-Prozess um das Scannen staatlich ausgestellter Identitätsdokumente und biometrische Lebenderkennung. Die Dokumentenprüfung solle die Echtheit eines Ausweises bestätigen, die biometrische Prüfung die Person im Onboarding mit dem Foto auf dem Dokument abgleichen. Die Lebenderkennung solle zudem nachweisen, dass sich eine reale Person vor der Kamera befindet und nicht lediglich ein Foto, eine Aufzeichnung oder ein manipuliertes Video. Mit Unterstützung für mehr als 16.000 Dokumenttypen sei das Verfahren laut Beitrag für viele Remote- und internationale Einstellungsfälle geeignet.
