Mindgard positioniert sich als Anbieter für die Absicherung von KI-Systemen mit einer automatisierten Red-Teaming-Plattform. Nach Darstellung des Unternehmens übernimmt die Lösung die Rolle eines Red-Teams, um mögliche Exploits zu identifizieren, Risiken zu bewerten und Schutzmaßnahmen für KI-Systeme bereitzustellen. Dazu kartiere die Plattform die gesamte Angriffsfläche, analysiere sie fortlaufend und liefere Schutzfunktionen zur Laufzeit, um Angriffe direkt zu stoppen.
Gegründet wurde Mindgard 2022 als Ausgründung der Lancaster University. Das Unternehmen sitzt in London und Boston. Mit der jetzt gemeldeten Series-A-Runde über 30 Millionen Dollar summiert sich das insgesamt aufgenommene Kapital laut Unternehmen auf fast 42 Millionen Dollar. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Album VC. Weitere Unterstützung kam von Karma Ventures sowie den Bestandsinvestoren .406 Ventures, Atlantic Bridge, IQ Capital und Lakestar.
Nach Angaben von Mindgard hat die Plattform bereits mehr als 150 Schwachstellen in verbreiteten KI-Produkten aufgedeckt. Dazu zähle auch eine Zero-Day-Schwachstelle zur Codeausführung in Cursor IDE. Zudem verweist das Unternehmen auf Sicherheitsmängel in Google Antigravity und ChatGPT.
Das neue Kapital soll nach Unternehmensangaben vor allem in den Ausbau der Teams für Produkt, Entwicklung, Vertrieb und Marketing fließen. Zugleich will Mindgard damit Einführungen seiner Plattform in mehreren Branchen beschleunigen. Genannt werden Finanzdienstleistungen, digitale Dienste, Gaming, Gesundheitswesen, Pharma und die Halbleiterindustrie.
Mindgard-CEO James Brear begründete den Bedarf mit der wachsenden Angriffsfläche durch KI. „KI schafft eine völlig neue Angriffsfläche, und Unternehmen brauchen einen grundlegend anderen Ansatz, um sie abzusichern“, sagte Brear. Er ergänzte: „Wir automatisieren nicht nur Angriffe. Wir machen Fachwissen operativ nutzbar und verwandeln das Wissen führender KI-Sicherheitsforscher und offensiver Sicherheitsspezialisten in Fähigkeiten, die jedes Unternehmen zur Absicherung seiner KI benötigt.“
