Intel hat 42 neue Sicherheitshinweise veröffentlicht, die insgesamt 72 Schwachstellen abdecken. Zu den als hoch eingestuften Problemen zählen mehrere Lücken in der PROSet/Wireless-WiFi-Software, die laut Intel eine Rechteausweitung oder Denial-of-Service-Angriffe ermöglichen könnten.
Weitere Schwachstellen mit hoher Schwere hat Intel in Xeon-Prozessoren, in den Data Center Attestation Primitives, im Alias Checking Trusted Module für Xeon-Prozessoren, in TDX, in Active Management Technology sowie erneut in PROSet/Wireless WiFi behoben. Je nach Komponente reichen die möglichen Folgen laut Hersteller von Rechteausweitung über Informationsabfluss bis hin zu lokaler Codeausführung und Denial of Service. Auch in CSME und SPS hat Intel hoch eingestufte Fehler beseitigt, die eine Rechteausweitung erlauben könnten.
Daneben schloss Intel eine Reihe von Schwachstellen mittlerer Schwere in Produkten wie Transfer Learning Tool, Extension for PyTorch, LLM-on-Ray, Gaudi Container Runtime, Performance Counter Monitor, vLLM Hardware Plugin for Gaudi, Approximate Bayesian Inference Framework, Hardware Aware Automated Machine Learning, EquiTriton Software und Workload Services Framework.
Weitere Schwachstellen mittlerer Schwere betreffen laut Intel LLM Scaler, LLM Library und oneCCL Bindings for PyTorch, TDX DCAP und Guest, AI Containers, Cluster Management Toolkit for Kubernetes, Open VKL, Extension for TensorFlow, NPU Drivers, Neural Compressor, Battery Life Diagnostic Tool, Xeon und Core Ultra, UEFI Reference BIOS, AI Reference Models sowie erneut CSME und SPS. Diese Lücken könnten laut Intel für Rechteausweitung, Denial of Service und Informationsabfluss ausgenutzt werden. Zudem hat das Unternehmen eine Schwachstelle mit niedriger Schwere in Slim Bootloader behoben.
AMD veröffentlichte am Dienstag fünf neue Sicherheitshinweise, um Kunden über ein Dutzend Schwachstellen zu informieren. Einer dieser Hinweise beschreibt fünf Schwachstellen hoher Schwere im Vitis-Entwicklungsumfeld. Deren Ausnutzung könnte laut AMD zur Offenlegung privater Schlüssel, zur Rechteausweitung und zur Ausführung beliebigen Codes führen.
Probleme, die eine Ausführung beliebigen Codes ermöglichen, hat AMD außerdem in Ryzen Master Utility, SEV-SNP und Power Design Manager behoben. Bereits in diesem Monat hatte der Chiphersteller Kunden zudem über eine Safe-RET-Interrupt-Schwachstelle und über eine kürzlich offengelegte SEV-Angriffsmethode mit der Bezeichnung PowerHooK informiert.
