Beacon hatte Anfang August bekanntgegeben, selbst Ziel eines Datenlecks geworden zu sein. Nach Unternehmensangaben luden Hacker dabei Sicherungskopien von Kundendatenbanken herunter. In einem nun veröffentlichten Update präzisierte der CRM-Anbieter den zeitlichen Ablauf: Die früheste bösartige Aktivität wurde demnach am 27. Juli festgestellt, der Datentransfer durch die Angreifer erfolgte wahrscheinlich am 27. und 28. Juli.

Beacon erklärte, aus den verfügbaren Protokollen lasse sich weder exakt bestimmen, welche einzelnen Objekte betroffen waren, noch wohin die Downloads genau gingen. Auch eine eindeutige Zuordnung, auf welche Objekte tatsächlich zugegriffen wurde, sei nicht möglich. Nach Auswertung des übertragenen Datenvolumens und der insgesamt im System gespeicherten Daten kommt das Unternehmen jedoch zu dem Schluss, dass der Bedrohungsakteur sämtliche in der Datenbank enthaltenen Daten exportiert habe.

Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen gelangten die Täter über eine AWS-Umgebung an die Daten. Verwendet wurde dabei laut Beacon ein kompromittierter AWS-Zugangsschlüssel, der möglicherweise in öffentlich zugänglichen JavaScript-Build-Artefakten offengelegt war. Damit benennt das Unternehmen erstmals eine konkrete wahrscheinliche Ursache des Vorfalls.

Mehrere betroffene britische Wohltätigkeitsorganisationen haben eigene Stellungnahmen veröffentlicht. Einige von ihnen erklärten, der Vorfall betreffe alle mehr als 1.000 Kunden von Beacon. Zugleich machten einzelne Organisationen Angaben dazu, welche Informationen potenziell kompromittiert wurden: Demnach könnten personenbezogene Daten von Unterstützern betroffen sein, darunter Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Postanschriften.

Andere Wohltätigkeitsorganisationen betonten, dass keine Bankkontonummern, Bankleitzahlen, Kartennummern oder Kartenprüfdaten offengelegt worden seien. Als Begründung führten sie an, dass solche besonders sensiblen Finanzinformationen in ihren Systemen nicht gespeichert würden.

Ein bekanntes Cybercrime-Kollektiv hat sich nach Angaben des Berichts bislang nicht zu dem Angriff auf Beacon bekannt. Das Unternehmen teilte zudem mit, ihm sei nicht bekannt, dass die entwendeten Daten veröffentlicht wurden.

Die britische Charity Commission verfolgt die Entwicklung und hat Leitlinien für betroffene Organisationen herausgegeben. Damit liegt der Fokus nun nicht nur auf der technischen Aufarbeitung bei Beacon selbst, sondern auch auf den Folgen für die vielen Wohltätigkeitsorganisationen, die die CRM-Plattform zur Verwaltung ihrer Unterstützer und Aktivitäten einsetzen.