Nach Angaben von Fortinet umfasst die Plattform von Virtue AI automatisierte Tests, Echtzeitschutz und Compliance-Überwachung, die speziell für KI-Modelle, konversationelle Anwendungen und autonome Agenten entwickelt wurden. Ein Bestandteil der Plattform führt automatisiertes Red-Teaming durch, um Schwachstellen mit mehr als 100 proprietären Angriffsalgorithmen über Hunderte Angriffsvektoren und Risikokategorien hinweg aufzudecken.

Für autonome Systeme stellt Virtue AI zudem eine Testumgebung bereit, die Dutzende Unternehmensszenarien simuliert. Damit sollen sich die Nutzung von Agenten-Werkzeugen, der Zugriff auf Systeme und mehrstufige Ausführungsabläufe bewerten lassen.

Im laufenden Betrieb setzt die Plattform Schutzleitplanken in Echtzeit über die Verarbeitung von Text, Code, Audio, Video und Bildern hinweg durch. Darüber hinaus überwacht sie Agenten aktiv, um unsichere Aktionen vor der Ausführung zu blockieren, durchsucht erzeugten Code und Werkzeuge nach Schwachstellen und erzwingt anpassbare Sicherheitsrichtlinien.

Fortinet erklärte, die Übernahme ermögliche es dem Unternehmen, sein Sicherheitsangebot für KI gezielt zu erweitern. Konkret will Fortinet laut eigener Aussage die Fähigkeiten von Virtue AI für Red-Teaming agentischer Systeme, den Schutz und die Governance von Agenten, die kontinuierliche Validierung von KI sowie Echtzeit-Leitplanken einsetzen.

Zu den finanziellen Bedingungen machte Fortinet keine Angaben. Das Unternehmen betonte jedoch, dass der gezahlte Betrag für das eigene Geschäft nicht wesentlich sei.

Virtue AI hatte 2025 laut dem Bericht 30 Millionen US-Dollar in Seed- und Series-A-Finanzierungen eingesammelt. Ken Xie, Gründer und CEO von Fortinet, erklärte: „KI verändert die Unternehmens-IT grundlegend, und die Sicherheit muss sich genauso schnell weiterentwickeln. Die Technologie von Virtue AI wird unsere Vision einer kontinuierlichen Absicherung von KI voranbringen und Kunden dabei helfen, KI-Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu steuern und zu schützen, während sie diese im Unternehmensmaßstab mit Zuversicht betreiben.“

SecurityWeek zufolge verzeichnet der eigene Tracker für Fusionen und Übernahmen im Bereich Cybersicherheit in diesem Jahr bislang mehr als 240 Transaktionen.