Onyx Security hat sich zum Ziel gesetzt, der wachsenden Komplexität autonomer KI-Systeme in Unternehmensumgebungen Herr zu werden. Die entwickelte Lösung funktioniert als Kontrollzentrum, das KI-Agenten über Cloud-Infrastrukturen, Endgeräte, Code-Repositories und SaaS-Anwendungen hinweg erkennt, überwacht und steuert.
Das Kernstück des Ansatzes ist die sogenannte “Onyx Guardian Agent” – ein proprietärer Überwachungsagent, der kontinuierlich die IT-Assets einer Organisation scannt, um Risiken zu identifizieren und Probleme in Echtzeit zu beheben. Das System arbeitet mit Supervisory-Agents und eigenen KI-Modellen, die verstehen können, wie andere Agenten Entscheidungen treffen, und diese Prozesse validieren oder korrigieren.
Damit folgt Onyx einem Trend, den die Cybersecurity-Branche erst spät erkannt hat: Während lange Zeit Daten-Lecks bei Large Language Models wie ChatGPT im Fokus standen, wird deutlich, dass autonome Agenten – also KI-Systeme, die eigenständig Entscheidungen treffen und Aktionen durchführen – ein fundamentales Governance- und Sicherheitsproblem darstellen. Das Unternehmen bietet daher nicht nur Visibilität, sondern auch konkrete Kontrollmechanismen und die Möglichkeit, Unternehmensrichtlinien zu erzwingen.
Das Unternehmen beschäftigt bereits über 70 Mitarbeiter und ist an Standorten in Tel Aviv, New York sowie Kanada vertreten. Nach eigenen Angaben arbeitet Onyx bereits mit mehreren großen Unternehmen zusammen.
Die 40-Millionen-Dollar-Finanzierung soll primär dazu genutzt werden, die Entwicklungs- und Ingenieur-Teams zu vergrößern, zusätzliche KI-Modelle zu trainieren und die Go-to-Market-Strategie zu skalieren.
Für deutsche Unternehmenslandschaft könnte Onyx relevante Antworten auf regulatorische Anforderungen bieten – insbesondere im Hinblick auf GDPR-Compliance und zunehmend strengere Anforderungen bei der Governance von KI-Systemen. Regulatoren und Behörden werden KI-basierte Automatisierungen künftig vermehrt mit dem Auge der Kontrollierbarkeit betrachten.
