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Onyx Security: Israelische KI-Sicherheitsfirma startet mit 40 Millionen Dollar Finanzierung

Onyx Security: Israelische KI-Sicherheitsfirma startet mit 40 Millionen Dollar Finanzierung
Zusammenfassung

Das israelische Cybersecurity-Startup Onyx Security hat sich mit 40 Millionen Dollar Startkapital zum Ziel gesetzt, autonome KI-Agenten in Unternehmen kontrollierbar und sicher zu machen. Das von ehemaligen israelischen Verteidigungsexperten gegründete Unternehmen hat eine Kontrollplattform entwickelt, die es Organisationen ermöglicht, KI-Agenten zu entdecken, zu überwachen und deren Aktionen zu genehmigen oder zu korrigieren. Das System nutzt sogenannte Supervisor-Agenten und propriätäre KI-Modelle, um die Entscheidungsfindung von KI-Systemen in Echtzeit zu verstehen und zu regulieren. Während die Industrie bislang auf Datenschutzrisiken bei Chatbots fokussierte, adressiert Onyx Security die wachsende Bedrohungslandschaft durch die Verbreitung autonomer KI-Agenten. Für deutsche Unternehmen und Behörden wird dies zunehmend relevant, da sie verstärkt KI-basierte Automatisierungen einsetzen. Eine Kontrollplattform könnte ihnen helfen, die EU-Compliance-Anforderungen einzuhalten und gleichzeitig die Sicherheitsrisiken automatisierter KI-Systeme zu minimieren. Die Finanzierung unterstreicht wachsendes Marktvertrauen in spezialisierte KI-Sicherheitslösungen.

Onyx Security hat sich zum Ziel gesetzt, der wachsenden Komplexität autonomer KI-Systeme in Unternehmensumgebungen Herr zu werden. Die entwickelte Lösung funktioniert als Kontrollzentrum, das KI-Agenten über Cloud-Infrastrukturen, Endgeräte, Code-Repositories und SaaS-Anwendungen hinweg erkennt, überwacht und steuert.

Das Kernstück des Ansatzes ist die sogenannte “Onyx Guardian Agent” – ein proprietärer Überwachungsagent, der kontinuierlich die IT-Assets einer Organisation scannt, um Risiken zu identifizieren und Probleme in Echtzeit zu beheben. Das System arbeitet mit Supervisory-Agents und eigenen KI-Modellen, die verstehen können, wie andere Agenten Entscheidungen treffen, und diese Prozesse validieren oder korrigieren.

Damit folgt Onyx einem Trend, den die Cybersecurity-Branche erst spät erkannt hat: Während lange Zeit Daten-Lecks bei Large Language Models wie ChatGPT im Fokus standen, wird deutlich, dass autonome Agenten – also KI-Systeme, die eigenständig Entscheidungen treffen und Aktionen durchführen – ein fundamentales Governance- und Sicherheitsproblem darstellen. Das Unternehmen bietet daher nicht nur Visibilität, sondern auch konkrete Kontrollmechanismen und die Möglichkeit, Unternehmensrichtlinien zu erzwingen.

Das Unternehmen beschäftigt bereits über 70 Mitarbeiter und ist an Standorten in Tel Aviv, New York sowie Kanada vertreten. Nach eigenen Angaben arbeitet Onyx bereits mit mehreren großen Unternehmen zusammen.

Die 40-Millionen-Dollar-Finanzierung soll primär dazu genutzt werden, die Entwicklungs- und Ingenieur-Teams zu vergrößern, zusätzliche KI-Modelle zu trainieren und die Go-to-Market-Strategie zu skalieren.

Für deutsche Unternehmenslandschaft könnte Onyx relevante Antworten auf regulatorische Anforderungen bieten – insbesondere im Hinblick auf GDPR-Compliance und zunehmend strengere Anforderungen bei der Governance von KI-Systemen. Regulatoren und Behörden werden KI-basierte Automatisierungen künftig vermehrt mit dem Auge der Kontrollierbarkeit betrachten.