Im Mittelpunkt steht bei MLflow die Schwachstelle CVE-2026-64849. watchTowr schreibt in einem Beitrag auf LinkedIn, dass Angreifer die Lücke ausnutzen, um Cloud-Metadatendienste direkt zu erreichen und dabei Cloud-Zugangsdaten sowie Geheimnisse zu exfiltrieren. Nach Angaben des Unternehmens begann das wahllose Scannen nach öffentlich erreichbaren MLflow-Instanzen binnen Stunden nach der Zuweisung der CVE.
Yordan Ganchev, Principal Threat Intelligence Specialist bei watchTowr, erklärte gegenüber The Hacker News, die Schwachstelle betreffe die Webhooks der Model Registry von MLflow. Dadurch könne ein Angreifer Anfragen über das betroffene System weiterleiten und mit internen Diensten interagieren. Laut Ganchev umgeht der Fehler frühere Korrekturen aufgrund der Art, wie Web-Weiterleitungen verarbeitet werden.
watchTowr stützt seine Einschätzung auf Telemetriedaten aus einem globalen Honeypot-Netz. Diese belegten, dass Angreifer die Schwachstelle gegen in der Cloud betriebene MLflow-Systeme missbrauchen, um an bekannten internen IP-Adressen und Diensten nach Zugangsdaten und Geheimnissen zu greifen. Organisationen, die MLflow einsetzen, sollten nach Angaben von watchTowr das Patchen betroffener und öffentlich erreichbarer Systeme priorisieren, Audit-Logs auf Anzeichen einer Kompromittierung prüfen und kontrollieren, ob sensible Zugangsdaten offengelegt wurden.
Parallel dazu meldet VulnCheck bösartige Scans gegen FUXA im Zusammenhang mit CVE-2026-25895. Laut VulnCheck begann diese Aktivität ab dem 18. August 2026. Beobachtet wurde eine einzelne IP-Adresse, die das Internet breit nach verwundbaren FUXA-Instanzen absucht. Der Dienst schätzt, dass rund 60 FUXA-Installationen öffentlich aus dem Internet erreichbar sind.
Caitlin Condon, Vice President of Research bei VulnCheck, schrieb in einem LinkedIn-Beitrag, die Angreiferanfrage versuche, über den Path-Traversal-Vektor von CVE-2026-25895 die Datei main.js mit wertlosen Daten zu überschreiben. Bislang seien dabei noch keine RCE-Nutzlasten abgelegt worden.
FUXA war laut VulnCheck auch zuvor bereits Ziel aktiver Ausnutzungsversuche. In den vergangenen zwölf Monaten wurden demnach zwei weitere Schwachstellen in der Software beobachtet: CVE-2026-25939 und CVE-2023-33831. Zu letzterer sagte Condon, die Aktivität reiche „bis in den November 2025 zurück und wurde noch gestern beobachtet“.
