Mit der Finanzierung in Höhe von 22 Millionen US-Dollar durch Integrity Growth Partners (IGP) holt sich Prevalent AI erstmals externes Kapital. Das Unternehmen war nach eigenen Angaben seit seiner Gründung im Jahr 2017 eigenfinanziert unterwegs. Der Firmensitz liegt in London, gegründet wurde Prevalent AI von früheren Führungskräften von GCHQ und Darktrace.
Im Zentrum des Angebots steht eine Data-Fabric-Plattform, die fragmentierte Unternehmensdaten in einen Wissensgraphen umwandelt. Dieser soll Sicherheitsteams und KI-Agenten helfen, Zusammenhänge in komplexen Umgebungen besser zu erkennen und mehr Klarheit sowie Kontrolle zu gewinnen. Prevalent AI positioniert das Produkt dabei ausdrücklich als Antwort auf Cybersicherheitsrisiken, die aus zersplitterten Daten in Unternehmensumgebungen entstehen.
Nach Darstellung des Unternehmens bereinigt, verknüpft und kontextualisiert die Plattform Sicherheitsdaten aus Unternehmen. Zudem identifiziert und behebt sie fortlaufend Risiken und soll Organisationen in die Lage versetzen, KI-Agenten sicher einzuführen und zu betreiben. Darüber hinaus liefere die Plattform einen umfassenden Überblick darüber, welche Daten in einer Umgebung vorhanden sind, wie diese miteinander zusammenhängen und an welchen Stellen operative Lücken bestehen.
Prevalent AI will das frische Kapital nach eigenen Angaben für mehrere Ziele einsetzen. Geplant sind eine beschleunigte Expansion in den USA, der Ausbau der Vertriebs- und Marktbearbeitung, die Erweiterung der Plattform über die Cybersicherheit hinaus sowie eine Verstärkung des Führungsteams.
Mitgründer und CEO Paul Stokes begründete den Ansatz mit einem Mangel an Kontext in großen Unternehmen. „Große Unternehmen haben keinen Mangel an Werkzeugen oder Daten. Es fehlt ihnen an Kontext. Sicherheitsteams müssen Entscheidungen über Tausende von Systemen, Kontrollen, Identitäten und Datenquellen hinweg treffen, die nie dafür ausgelegt waren, zusammenzuarbeiten“, sagte Stokes.
Zur Rolle von KI im Produkt sagte Stokes weiter: „Seit fast einem Jahrzehnt nutzen wir KI, um Unternehmensdaten fortlaufend zu bereinigen, zu verknüpfen und zu kontextualisieren, damit Organisationen sehen können, was vorhanden ist, was funktioniert, wo Lücken bestehen und was Aufmerksamkeit braucht. Wir haben mit Sicherheit begonnen, weil fragmentierte Daten dort den größten Schaden anrichten.“
