Cisco setzt seine interne Sicherheitsüberprüfung fort und liefert dafür erneut Patches: Neun Schwachstellen in den Crosswork-Plattformen und in der Secure Workload Software wurden geschlossen, fünf davon mit dem maximalen CVSS-Wert von 10.0.

Vier der Lücken betreffen Crosswork Data Gateway, Crosswork Network Controller und Crosswork Planning. Nach Angaben des Herstellers sind sie unabhängig von der Konfiguration des jeweiligen Geräts ausnutzbar. Anfällig sind die Crosswork-Releases 7.2.1 und älter; die Fehler sind in Version 7.2.1-SP behoben.

Die übrigen fünf Schwachstellen stecken in Cisco Secure Workload. Hier sind sowohl die Software-as-a-Service-Variante als auch On-Premises-Installationen betroffen. Für alle fünf Fälle stellt Cisco korrigierte Versionen bereit.

“Diese Schwachstellen wurden bei internen Tests gefunden, und es ist nicht bekannt, dass sie aktiv ausgenutzt werden”, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig ruft Cisco seine Kunden dazu auf, die Aktualisierungen einzuspielen, um sich nicht künftig angreifbar zu machen.

Die Updates kommen etwa zwei Wochen nach einer vorangegangenen Runde, in der Cisco zwölf Fehler in der Catalyst SD-WAN und der IOS XE Software korrigiert hatte – ebenfalls als Ergebnis der internen Sicherheitsprüfung. Diese habe, so der Netzwerkausrüster, zu “Software-Hardening-Releases geführt, die mehrere intern entdeckte Schwachstellen adressieren”.

Die starke Verbreitung von Cisco-Technik in Unternehmensnetzen macht den Hersteller zu einem attraktiven Ziel: Angreifer haben in der Vergangenheit wiederholt Dutzende Schwachstellen in Cisco-Produkten ausgenutzt, um sich unbefugten Zugang zu verschaffen und Schadsoftware auszubringen.

Wie realistisch dieses Szenario ist, zeigte sich in diesem Monat: Cisco warnte davor, dass eine Schwachstelle in der Secure Firewall Adaptive Security Appliance (ASA) Software und der Secure Firewall Threat Defense (FTD) Software (CVE-2026-20349, CVSS-Wert 8.6) bereits im Umlauf ausgenutzt wird.