Bei den Integrationen arbeitet Anthropic mit Partnern aus der Sicherheitsbranche zusammen, um Mythos 5 in bereits genutzte Werkzeuge für Security Operations, Incident Response und Detection einzubauen – bei Teams, die Krankenhäuser, Versorgungsunternehmen, Finanzsysteme und die Software-Lieferkette schützen.

Endnutzer sollen dabei nicht direkt mit Mythos sprechen. Vorgesehen sind eigens gebaute Oberflächen, die das Modell im Hintergrund ausführen und ausschließlich ein definiertes Ergebnis zurückgeben, etwa eine Liste vorgeschlagener Patches. Zusätzliche Prüfungen gegen Missbrauch sollen dafür sorgen, dass das Modell diesen Rahmen nicht verlässt.

Claude Security, derzeit in einer öffentlichen Beta für Kunden von Claude Enterprise, führt seine Codebasis-Scans nun auf Mythos 5 aus. Jeder Fund wird mit einer CWE-Kategorie, Bewertungen zu Zuverlässigkeit und Schweregrad sowie einem Korrekturvorschlag ausgewiesen. Umgesetzt werden muss eine Korrektur weiterhin über Claude Code – und vor dem Ausrollen von einem Menschen freigegeben.

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„Claude Security nutzt Mythos 5, um Code zu scannen, der Ihnen gehört, und liefert detaillierte Befunde statt Rohausgaben zurück, ohne das Modell selbst offenzulegen“, erklärte Anthropic. „Das bedeutet, dass Verteidiger auf die Fähigkeiten von Claude Mythos 5 zugreifen können, ohne dass das Modell für jene zugänglich wird, die es missbrauchen könnten.“

Parallel startet der Defender Advantage Fund (0xDAF): 35 Millionen US-Dollar in Claude-Guthaben für Organisationen, die Open-Source-Maintainer bei der Absicherung ihrer Projekte unterstützen. Vorausgegangen waren vier Millionen US-Dollar an direkten Spenden und weitere Unterstützung im Rahmen von Project Glasswing, einschließlich koordinierter Aktionen wie Akrites und Gold Eagle.

Die Mittel sollen in das Schließen aktiver Schwachstellen fließen, in den Aufbau von Scan- und Patch-Prozessen, die andere Projekte wiederverwenden können, sowie in Sicherheitsansätze, die ganzen Angriffsklassen widerstehen sollen. Zum Start vergibt Anthropic eine kleine Zahl größerer Pilot-Förderungen.

Das Cyber Verification Program, über das geprüfte Organisationen für autorisierte Sicherheitsarbeit bereits reduzierte Schutzschranken bei Claude Opus und Sonnet erhalten, soll in den kommenden Wochen erweitert werden – auf breitere Dual-Use-Fähigkeiten dieser Modelle, darunter Triage und Validierung von Schwachstellen. Zugang zu Modellen der Mythos-Klasse soll später folgen.

Zugleich baut Anthropic den Mythos-Zugang über Project Glasswing gemeinsam mit US-Regierungspartnern weiter aus. Im Fokus stehen Organisationen, die kritische Infrastruktur schützen und strenge Anforderungen an Sicherheitskontrollen erfüllen.

Sicherheitsteams ruft das Unternehmen dazu auf, sich schon jetzt für das Cyber Verification Program zu bewerben, um reduzierte Schutzschranken bei Opus und Sonnet zu erhalten. Weitere Details zur breiteren Einführung sind für die kommenden Wochen angekündigt.