Der Kurs beginnt mit einem ganzen Schulungstag am Dienstag, dem 6. Oktober, gefolgt von Halbtagessitzungen am Mittwoch und Donnerstag. Dieser Zuschnitt lässt Raum, außerhalb der Trainingszeiten Vorträge der ICS Cybersecurity Conference zu besuchen.
Inhaltlich führt CAM durch den vollständigen Angriffsablauf: Teilnehmer lernen, wie Angreifer Systeme enumerieren, Schwachstellen identifizieren und ausnutzen und einzelne Aktionen so verketten, dass daraus spürbare operative Folgen entstehen. Ebenso werden mögliche Gegenmaßnahmen bewertet – und die Frage, wie Architektur-, Entwicklungs- und Sicherheitsentscheidungen die Angriffsfläche verkleinern und Systeme widerstandsfähiger machen.
Damit zielt das Angebot bewusst über den Kreis klassischer Sicherheitsfachleute hinaus. Als besonders relevante Zielgruppe nennen die Veranstalter Systemingenieure, Sicherheitsingenieure, Programmierer, Entwickler, Designer und Tester. Begründung: Viele Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob ein System einem Angriff standhält, fallen, bevor es in den Produktivbetrieb geht. Wer die Methoden von Angreifern kennt, erkennt riskante Annahmen eher, rechnet mit unerwarteten Angriffspfaden und verankert Sicherheit früher in Entwurf und Test.
Vorkenntnisse in Cybersicherheit sind nicht erforderlich; die geführte Kursstruktur soll den Stoff für Teilnehmer mit unterschiedlichem technischem Hintergrund zugänglich machen. Vertrautheit mit der Linux-Kommandozeile und etwas Programmiererfahrung helfen jedoch, mehr aus den Übungen zu ziehen.
Das Team für cyber-physische Systeme bei MTSI bringt Erfahrung aus Hacking, Reverse Engineering und Penetrationstests an missionskritischen Luftfahrt-, Maritim-, Waffen- und Verteidigungssystemen mit. Die Mitglieder betreiben zudem Forschung zur Sicherheit cyber-physischer Systeme und waren bei bekannten Hacking-Wettbewerben erfolgreich, darunter die Capture-the-Flag-Wettbewerbe des ICS Village und des Biohacking Village auf der DEF CON.
Die Teilnahmegebühr beträgt 3.995 US-Dollar. Die im Kurs genutzte virtuelle Maschine dürfen Teilnehmer nach der Veranstaltung behalten, um die Übungen später erneut durchzuarbeiten. Mitzubringen ist ein Intel-basierter Laptop, der die erforderliche virtuelle Maschine ausführen kann – MacBooks mit ARM-Prozessor werden nicht unterstützt.
Die ICS Cybersecurity Conference selbst findet vom 6. bis 8. Oktober im W Nashville statt und bringt zum 25-jährigen Jubiläum der Veranstaltungsreihe Betriebs- und Steuerungsingenieure, IT- und OT-Sicherheitsfachleute, Behördenvertreter, Forscher, Anbieter und Betreiber kritischer Infrastrukturen zusammen.
