Das Los Angeles County Museum of Art hat einen Einbruch in seine IT-Systeme bestätigt, der bereits im Sommer des vergangenen Jahres stattfand. Auffällige Aktivitäten auf den Systemen registrierte das Museum nach eigener Darstellung am 11. Juli 2025. Die anschließende Analyse ergab, dass der unbefugte Zugriff vier Tage zuvor begonnen hatte.
Einen Monat nach der Entdeckung stand fest, dass das Netzwerk tatsächlich kompromittiert worden war. Welche Daten dabei betroffen waren, blieb zu diesem Zeitpunkt jedoch offen. Erst Ende Februar 2026 lagen laut LACMA die ersten Ergebnisse der forensischen Untersuchung vor – und erst mehr als ein Jahr nach der Entdeckung des Vorfalls konnte das Museum benennen, welche Informationen dem Angreifer zugänglich gewesen sein könnten. Betroffen sind demnach Daten von Kunden und Beschäftigten, unter anderem Sozialversicherungsnummern und medizinische Informationen.
LACMA hat nach eigenen Angaben Strafverfolgungsbehörden über den Vorfall informiert und personalisierte Benachrichtigungen an die betroffenen Personen versandt. Darin empfiehlt das Museum, Bankkonten auf verdächtige Vorgänge zu prüfen, eine Sperre oder einen Betrugshinweis für die eigene Kreditauskunft in Erwägung zu ziehen und Versuche des Identitätsdiebstahls den Finanzinstituten sowie den Behörden zu melden.
Zusätzlich enthalten die Schreiben Hinweise zur Anmeldung für einen einjährigen Schutzdienst gegen Identitätsdiebstahl und Betrug, der über den Anbieter Financial Shield bereitgestellt wird. Die Frist für die Registrierung läuft bis zum 22. November. Für Rückfragen und Unterstützung hat das Museum außerdem eine eigene Telefonhotline eingerichtet.
Offen bleiben zentrale Punkte: Wie viele Personen von dem Datenabfluss betroffen sind und um welche Art von Angriff es sich handelte, teilte LACMA nicht mit. BleepingComputer richtete entsprechende Fragen an das Museum, erhielt bis zur Veröffentlichung jedoch keine Antwort.
Das LACMA zählt zu den größten Kunstmuseen im Westen der Vereinigten Staaten. Seine Sammlung umfasst rund 155.000 Werke aus 6.000 Jahren Kunstgeschichte, und das Haus zog in der Vergangenheit jährlich mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher an.
