Nvidia hat am Dienstag vier Sicherheitsmitteilungen veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht ein Advisory zu 18 Schwachstellen in NemoClaw und OpenShell, zwei Produkten für KI-Sicherheit und Laufzeitinfrastruktur, die autonome KI-Agenten im Unternehmenseinsatz umschließen sollen.

Zwei der Lücken sind als kritisch eingestuft. Angreifer können sie für Codeausführung, Rechteausweitung, Datenmanipulation, Informationsabfluss und Denial of Service missbrauchen. Ein Dutzend weiterer Schwachstellen trägt die Bewertung „hoch" und erlaubt vergleichbare Auswirkungen. Der Anbieter Cyera hat eine dieser Lücken ausführlich analysiert und demonstriert, wie sich damit KI-Agenten übernehmen lassen.

Fünf weitere Schwachstellen hat Nvidia im KI-Rechner DGX Spark behoben, darunter drei mit hohem Schweregrad, die Codeausführung, Rechteausweitung, Datenmanipulation und Denial of Service ermöglichen. In der Unified Fabric Manager Platform schloss der Hersteller zwei hoch und drei mittelschwer eingestufte Fehler, über die sich Code ausführen und Rechte ausweiten ließen.

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Das vierte Advisory befasst sich nicht mit einer klassischen Softwarelücke, sondern mit Rowhammer-Angriffen auf Nvidia-GPUs. Der Konzern gibt dazu ergänzende Empfehlungen zur Risikominderung.

Bereits kürzlich hatte Nvidia seine Kunden über fünf Schwachstellen im Triton Inference Server informiert, darunter Fehler, die das Ausführen beliebigen Codes erlauben. Am selben Tag meldete das Unternehmen Schwachstellen zur Rechteausweitung und Codeausführung, die in Cumulus Linux und NVOS geschlossen wurden.

Adobe veröffentlicht seine Sicherheitshinweise inzwischen zweimal monatlich. Am Dienstag kamen sieben neue Advisories hinzu, die zusammen Dutzende Schwachstellen abdecken. Kritische Lücken zur Codeausführung hat der Hersteller in Substance 3D Designer, Substance 3D Sampler, Substance 3D Painter, XD und Campaign Classic behoben.

In Illustrator und im Content Credentials SDK beseitigte Adobe Fehler, die zu Denial of Service und zur Offenlegung von Informationen führen konnten.

Nach Angaben des Unternehmens wurde keine der Schwachstellen bislang in freier Wildbahn ausgenutzt. Lediglich das Advisory zu Campaign Classic trägt die Prioritätsstufe 1 — ein Hinweis darauf, dass Adobe hier ein erhöhtes Ausnutzungsrisiko sieht.