Das NCBJ betont, dass die Integrität seiner Systeme zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt worden sei. “Dank des schnellen und wirksamen Eingreifens der Sicherheitssysteme und der für einen solchen Vorfall vorgesehenen Verfahren sowie der raschen Reaktion unserer Teams wurde der Angriff vereitelt, und die Integrität der Systeme blieb unversehrt”, erklärt die Einrichtung.

Das Institut hat die zuständigen Behörden des Landes informiert und eine Untersuchung eingeleitet. Zusätzlich wurden die internen Sicherheitsteams in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um auf mögliche neue Bedrohungen reagieren zu können.

Eine Zuordnung des Angriffs zu einer bestimmten Gruppe oder Nation nahm das Institut nicht vor. Laut einem Bericht von Reuters fanden die polnischen Behörden jedoch Hinweise darauf, dass der Iran hinter dem Angriff stecken könnte. Die Ermittler bleiben dabei vorsichtig, da es sich bei diesen Anzeichen auch um bewusste Täuschungsmanöver (False Flags) handeln könnte.

In diesem Monat hatte der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erklärt, dass Polen nicht am Konflikt im Nahen Osten beteiligt sei.

Polen war zuletzt mehrfach Ziel von Cyberattacken. Anfang dieses Jahres, im Januar, wurde bekannt, dass das polnische Stromnetz angegriffen worden war – konkret mehrere Anlagen dezentraler Energieerzeugung (DER), Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (CHP) sowie Steuerungssysteme für Wind- und Solarenergie. Verantwortlich dafür war die russische Gruppe APT44, auch bekannt als “Sandworm”.

Ein Bericht des ICCT ordnete Polen zudem weit oben auf der Zielliste russischer Cyberakteure ein: Zwischen Mitte 2025 und Anfang 2026 wurden ihnen 31 bestätigte Vorfälle zugeschrieben.